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Bergmann Automotive will Grundstück zukaufen

Barsinghausen Bergmann Automotive will Grundstück zukaufen

Der Barsinghäuser Motorenteilehersteller Bergmann Automotive stellt die Weichen für weiteres Unternehmenswachstum: Der Motorenteilehersteller plant die Erweiterung seines Firmengrundstücks in der Golterner Feldmark.

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In der Gießerei von Bergmann Automotive sollen in diesem Jahr mehr als 55 000 Tonnen Metall verarbeitet werden.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Bergmann nach einem aufwendigen Verfahren die Genehmigung erhalten, die Gießereikapazität deutlich auf 90 000 Tonnen jährlich zu steigern. Das Ziel des Barsinghäuser Herstellers von Zylinderlaufbuchsen ist klar definiert: „Wir wollen die Nummer eins in Europa werden“, sagt Geschäftsführer Jörg Feuring. Um die Spitzenposition zu übernehmen, müsste Bergmann Automotive die Produktionsmenge laut Feuring noch um etwa ein Viertel steigern.

Das Unternehmen befindet sich offenbar auf einem guten Weg dahin: Im vergangenen Jahr seien rund 22 Millionen Buchsen an die Kunden ausgeliefert worden, berichtet Feuring. Das entspreche einer Verarbeitungsmenge von etwa 52 000 Tonnen. In diesem Jahr sollen mehr als 55 000 Tonnen, im besten Fall sogar 60 000 Tonnen Metall verarbeitet werden.

Im Jahr 2016 investiert Bergmann Automotive mehr als fünf Millionen Euro in zusätzliche Gebäude und moderne Produktionstechnik. Danach sei das vorhandene Grundstück optimal ausgenutzt, sagt Beiratsmitglied Bernhard Büthe. „Dann müssen wir anbauen.“

Bergmann Automotive streckt derzeit die Fühler aus nach einem Areal auf der Nordseite des Gießereiweges. „Wir sind in der Sondierungsphase“, sagt Büthe. Das zusätzliche Grundstück wird von Bergmann Automotive zunächst als Parkplatz und als Ausgleichsfläche für die Baumaßnahmen auf dem alten Grundstück benötigt. Später könnte dann auch die Abteilung mechanische Fertigung auf die Erweiterungsfläche verlegt werden. Die Gießereikapazität ließe sich laut Feuring und Büthe dagegen auf dem vorhandenen Firmengelände bis auf das erlaubte Maß von 90 000 Tonnen steigern. „Die Gießereiöfen müssen nahe beieinander stehen“, sagt Büthe.

Von großer Bedeutung für die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens ist nach Einschätzung der Verantwortlichen die Umwandlung des bisherigen Gewerbegebiets am Gießereiweg in ein Industriegebiet. Die Auflagen in einem Industriegebiet – etwa bei den Lärmemissionen – sind weniger streng und ermöglichen es Unternehmen so, ihre Produktion noch flexibler zu steuern. Die Ausweisung als Industriegebiet sei zwingend notwendig, um den Standort zu sichern, betont Büthe. „Wir rechnen mit einer Entscheidung im Laufe des Jahres.“

Das künftige Wachstum von Bergmann Automotive wird nach den Vorstellungen der Geschäftsführung vor allem über eine weitere Automatisierung der Fertigungsprozesse organisiert. Die Zahl der zurzeit gut 350 Mitarbeiter soll dagegen kaum noch steigen. „Der Wettbewerb wird härter, uns muss schon was einfallen“, sagt Feuring.

Die aktuelle Krise bei Volkswagen – einem der wichtigsten Kunden von Bergmann Automotive – hat bisher keine negativen Folgen für den Standort Barsinghausen. „Die gute Nachricht ist, dass wir bei VW nicht im Dieselbauteilegeschäft sind“, erläutert der Geschäftsführer. Bei den Laufbuchsen für die Volkswagen-Benzinmotoren sei das Geschäft nicht eingebrochen. „Wir liegen bei VW auf Vorjahresniveau“, sagt Feuring.

Zu den weiteren Hauptabnehmern von Bergmann Automotive gehören der französische PSA-Konzern, General Motors und Ford. Auch in Motoren der Edelmarken Bentley und Aston Martin stecken Laufbuchsen aus Barsinghausen. Diese machten aber nur einen sehr kleinen Teil der Produktion aus, sagt Feuring. Insgesamt setze sich der Trend zu kleineren und leichteren Maschinen fort. „Die Motoren werden filigraner, das Material aber immer hochwertiger.“

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Von Andreas Kannegießer

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