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Betrieb der Biogasanlage läuft reibungslos

Landringhausen Betrieb der Biogasanlage läuft reibungslos

Die drei Betreiber der vor fünf Jahren gebauten Biogasanlage in Landringhausen ziehen eine positive Zwischenbilanz. „Die Anlage läuft wie geplant und ist ein weiteres Standbein für uns“, sagte Geschäftsführer Arndt Haller am Freitagnachmittag bei einem Besuch von Mitgliedern der Barsinghäuser FDP.

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Landwirt Arndt Haller (Vierter von rechts) zeigt den Besuchern von der FDP den Vorrat an Maissilage. Jeden Tag wird die Biogasanlage mit etwa zehn Tonnen dieser Silage befüllt.

Quelle: Andreas Kannegießer

Landringhausen. Die Landringhäuser Anlage wird von Landwirt Haller gemeinsam mit seinen Berufskollegen Jan Warneke und Cord Blume betrieben. Sie steht in der Landringhäuser Feldmark unmittelbar neben Hallers Schweinezucht- und Mastbetrieb. Der Vorteil dieser Konstellation: Die bei der Schweinezucht anfallende Gülle wird direkt in der Biogasanlage weiterverwertet. Nach Hallers Worten wird die Anlage zu 40 Prozent mit der Gülle befüllt, zu 60 Prozent mit Maissilage. „Wir produzieren alles selbst, was in der Anlage eingesetzt wird“, betonte Haller. „Wir wollen nicht von Dritten abhängig sein.“

Das in der Biogasanlage produzierte Methangas wird direkt auf dem Gelände von einem Motor verbrannt, der damit Strom und Wärme produziert. Das Aggregat mit einer Leistung von 265 Kilowatt laufe rund um die Uhr, erläuterte Haller den Besuchern. Für den erzeugten Strom erhalten die Betreiber 20 Jahre lang eine garantierte Einspeisevergütung von knapp 21 Cent pro Kilowattstunde, wie der Landwirt berichtete. Haller, Warneke und Blume haben die Entscheidung für den Bau ihrer Anlage wohl zum richtigen Zeitpunkt getroffen: Wenig später wurden die Förderbedingungen radikal verschlechtert. Das Unternehmen, das die Landringhäuser Anlage gebaut habe, sei längst pleite, sagte Haller. „Plötzlich wollte niemand mehr Biogasanlagen bauen.“

Die Anlage der drei Landwirte befindet sich inmitten eines Wasserschutzgebiets und musste schon beim Bau erhöhte Auflagen erfüllen. Die Gärbehälter stehen auf einer massiven Betonplatte, alle unterirdischen Leitungen sind doppelwandig ausgeführt, wie Haller erläuterte. Sollte ein Gärbehälter einmal undicht werden, ist das Grundstück nach seinen Worten so gestaltet, dass austretende Flüssigkeiten sich am tiefsten Punkt in einem abgedichteten Becken sammeln würden und nicht im Erdreich versickern könnten.

Von Andreas Kannegießer

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