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Brodowys Synapsen dürfen Salsa tanzen

Barsinghausen Brodowys Synapsen dürfen Salsa tanzen

"Ich habe sie nicht alle. Ich habe den Schuss, den alle anderen nicht gehört haben.“ Matthias Brodowy hat seine Zuschauer gewarnt, bevor er in der Aula des Schulzentrums Am Spalterhals mit seinem Kabarettprogramm „Kopfsalat“ begann.

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Matthias Brodowy stellt sein achtes Programm "Kopfsalat" vor. Seine Synapsen dürfen Salsa tanzen.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. In seinem Kopf tobe seit der Kindheit das Chaos. Doch da seine Eltern – zum Glück – darauf verzichtet hätten, ihm zur Beruhigung Ritalin zu verabreichen, dürfen seine Synapsen weiter Salsa tanzen.

Sein Auftritt im Rahmen der Feiern „Egestorf 800 Jahre“ war gut besucht, und Brodowy kannte die Chronik: „800 Jahre, erst 25 Jahre später haben ein paar Hansel Hannover gegründet“, meinte er anerkennend. Etwas spät kam allerdings seine Warnung, dass alle Besucher im Eingangsbereich einen Nacktscanner passiert hätten: „Fotos gibt es nachher für 5 Euro am Ausgang.“

Brodowy ist kein Chaot, wie er behauptet. Er schafft es locker, einen Bogen von den Kindern dieses Landes, die vor lauter Elternehrgeiz keine Kindheit haben dürfen, zum Diktator Kim Jong-un zu schlagen. Er kommentiert die versiegelten Gullideckel beim Obama-Besuch: „Wo wir Bothfelder doch so gern in der Kanalisation schwimmen.“ Er kritisiert dessen Auto, denn als Zeichen der Freundschaft hätte der US-Präsident in einem VW Diesel vorfahren sollen.

Der Mann hat eine feine Beobachtungsgabe. Das Alltagsleben bietet ihm den Stoff, über den die Zuschauer zu recht herzhaft lachen. Und dass er die Musik liebt, belegte er in seinen mit zum Teil dann doch grotesken Gedankengängen garnierten Liedern eindrucksvoll.

Von Jörg Rocktäschel

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