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Bürger unzufrieden mit Wertstoffhofregeln

Barsinghausen Bürger unzufrieden mit Wertstoffhofregeln

Die neuen Anlieferungsregelungen auf dem Wertstoffhof an der Deponie Kolenfeld haben Unmut bei Bürgern und den Protest der Stadt Wunstorf nach sich gezogen. Auch der Barsinghäuser hat SPD-Regionsabgeordnete Dirk Härdrich hat gegenüber aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz sein Unverständnis geäußert.

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Aha-Verbandsgeschäftsführer Thomas Schwarz steht an der Reihe der Wertstoffcontainer, von der die Anlieferautos jetzt mehr Abstand halten müssen.

Quelle: Sven Sokoll

Barsinghausen. Anlass für die Umgestaltung war die Forderung der Gewerbeaufsicht, private Anlieferer nicht mehr auf das Deponiegelände fahren zu lassen, weil es dort zu gefährlichen Begegnungen mit anderen Fahrzeugen gekommen war. „Unser Eindruck ist: Die Anliefersituation hat sich für Kunden jetzt erheblich verschlechtert“, heißt es von Seiten der Stadt Wunstorf.

Bisher ist es komfortabel gewesen, rückwärts an die Container heranzufahren und so die Wertstoffe abzuladen. Nun müssen die Anlieferer gegenüber in Parkbuchten einparken. Die reichten aber nicht aus, so dass sich erhebliche Warteschlangen ergeben. Gefährliche Situationen entstenden dann, wenn teilweise Kunden aus ihren Autos aussteigen und die Wertstoffe per Hand bringen, während auf dem Platz auch einiges an Autoverkehr herrsche.

Aha teilt unterdessen mit, dass demnächst ohnehin noch eine weitere Veränderung ansteht. Ab 27. Juni müssen Lieferungen mit einem Volumen von unter einem Kubikmeter grundsätzlich über den Wertstoffhof entsorgt werden, auch wenn das entsprechende Auto einen Anhänger hat. Anfangs ist davon noch der Grünabfall ausgenommen, den auch Private mit Hänger weiterhin zur Kompostierungsanlage durchfahren müssen. Größere Müllvolumen sind immer gegen Gebühren auf der Deponie zu entsorgen.Für die Autos mit Anhänger entstehen auf dem Wertstoffhof jetzt noch separate Spuren mit eigenen Containern. So soll auch verhindert werden, dass solche Autos rückwärts aus den bereits ausgewiesenen Stellplätzen ausparken müssen.

Schwarz räumt aber ein: „Wir sind im Moment noch in einer Experimentierphase und werden beobachten, wie es sich entwickelt.“ Überlegt wird auch noch, Anlieferer aus Sicherheitsgründen zu verpflichten, ihre Kinder unter zehn Jahren im Auto sitzen zu lassen.„Das Kernproblem ist natürlich, dass das Areal für den Zweck eigentlich mittlerweile zu klein ist“, sagt Schwarz. Deswegen denkt der Verband auch über eine Erweiterung nach, um den Anlieferverkehr künftig besser abwickeln zu können. Auch die Zahl der unterschiedlichen Wertstoffarten ist in den vergangenen Jahren gewachsen, für die jeweils Container notwendig sind.Bislang hatte Aha aus Kostengründen noch von größeren baulichen Veränderungen an der Stelle Abstand genommen. Doch nun sollen die Kosten ermittelt und ein entsprechender Vorschlag dann dem Ausschuss für Abfallwirtschaft der Regionsversammlung vorgelegt werden. „Es ist ja zumindest ein Standort, bei dem keine Nachbarschaft gestört wird. Von daher wäre es gut investiertes Geld“, findet Schwarz. „Ich halte nach der Entscheidung des Gewerbeaufsichtsamtes die Umbaumaßnahmen für nachvollziehbar“, urteilt Dirk Härdrich. Unverständlich sei aber die schlechte Öffentlichkeitsarbeit. Neben Presseartikeln wäre ein Schild mit dem Umbauhinweis und das Verteilen von Informationsflyern zumindest zur Erklärung wichtig. „Damit würde die Situation zwar nicht verbessert, die Menschen wüssten aber, warum es zu diesen Behinderungen kommt“, so Härdrich. Aha müsse daher dringend an seiner Öffentlichkeitsarbeit feilen

Von Sven Sokoll und Jörg Rocktäschel

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