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Bürgerabende: Lahmann bedauert geringe Resonanz

Barsinghausen Bürgerabende: Lahmann bedauert geringe Resonanz

Die Bürgerbeteiligung zur strategischen Weiterentwicklung der Stadt Barsinghausen ist abgeschlossen. Die Zwischenbilanz der Verwaltungsspitze zu dem Projekt fällt zwiespältig aus. 

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Der Thie im Mittelpunkt der Barsinghäuser Fußgängerzone polarisiert. Kritiker und Befürworter der Neugestaltung stehen sich weiterhin gegenüber.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen.  Bei dem Projekt zur strategischen Weiterentwicklung der Stadt Barsinghausen ist ein wichtiges Etappenziel erreicht: Nach der Einwohnerbefragung im Internet sind nun auch die drei Bürgerabende abgeschlossen, bei denen die Teilnehmer über Stärken und Schwächen der Deisterstadt diskutiert haben. Die Zwischenbilanz von Bürgermeister Marc Lahmann fällt zwiespältig aus: „Von der Resonanz auf die Bürgerabende bin ich enttäuscht“, sagte er. Zwischen 14 und 30 Bürger hatten jeweils mitgemacht, beim letzten Themenabend zum Schwerpunkt Wohnen und Familie am Montagabend in Ostermunzel waren rund 20 Einwohner dabei. „Richtig gut gelaufen“ ist aus Lahmanns Sicht dagegen die Internetbefragung, zu der rund 2100 Rückmeldungen eingegangen sind.

Die drei Diskussionen hätten sich oft zu sehr in Kleinigkeiten und Einzelproblemen verloren, bedauert der Bürgermeister. „Wir müssen überlegen, ob dieses Format für eine Bürgerbeteiligung gut geeignet ist.“ Die besten inhaltlichen Ergebnisse für die weitere Arbeit habe – trotz der geringsten Teilnehmerzahl – der erste Abend zum Thema Wirtschaft und Tourismus gebracht.

Das von der Stadt beauftragte Beratungsunternehmen NSI Consult wird in den nächsten Wochen alle Meinungsäußerungen der Bürger auswerten. Die zusammengefassten Ergebnisse sollen dann die Basis bilden für mehrere Workshops mit den Mitgliedern des Barsinghäuser Rates. „Im Januar geht es mit diesen Workshops weiter“, kündigt Projektleiterin Daria Bott vom städtischen Fachdienst Finanzen an. Am Ende solle ein Ratsbeschluss zu den zukünftigen Entwicklungszielen der Stadt Barsinghausen stehen.

Bei der Diskussion über Wohnen und Familie am Montagabend gab es Lob und Kritik gleichermaßen für die aktuelle Situation in der Deisterstadt. Die Schullandschaft sei vielfältig, das Vereinsleben rege, und es gebe viele Sport- und Freizeitangebote am Deister, hieß es. Angesichts von Naturnähe und dem Deister attestierten die Teilnehmer dem Standort Barsinghausen eine „hohe Lebensqualität“. Elke Steinhoff vom Naturschutzbund bemängelte aber auch einen Trend zu weniger Büschen und Bäumen im Stadtbild. „In Bebauungsplänen müsste festgeschrieben werden, dass Bäume und Begleitgrün gepflanzt werden müssen“, forderte sie. Etliche Bantorfer Einwohner sehen für ihren Ortsteil die Lebensqualität dagegen eher sinken. „Mit dem Gewerbegebiet tragen wir eine schwere Last“, sagte Edith Ehlers-Mehrtens von der IG Bantorf. Am Kronskamp gehe es inzwischen zu „wie in Klein-Las Vegas“.

Der Egestorfer Claus Busse kritisierte, dass es in Barsinghausen bisher nicht gelungen sei, ein geplantes Gemeinschaftswohnprojekt für Senioren zu verwirklichen. „Wir versuchen schon länger, so etwas umzusetzen“, berichtete er. Allerdings habe die Interessentengruppe bisher kein Grundstück gefunden. Große Investoren hätten stets bessere Möglichkeiten, sich Flächen zu sichern.

Unterschiedliche Meinungen gab es auch zur Attraktivität der Innenstadt. Angelika Richter beklagte fehlende Spielmöglichkeiten für Kinder in der Fußgängerzone, und Busse kritisierte den Thie, wo „Akzente und Grün fehlen“. Der Platz im Mittelpunkt sei „kein attraktiver Ort“, urteilte er. Allerdings gab es auch andere Meinungen: Der Thie sei nach dem Umbau viel schöner als früher, meinte Ernst Wildhagen und verwies auf die vielen Kinder, die bei schönem Wetter rund um den Brunnen herumtollten. 

 

Von Andreas Kannegießer

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