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Bunker wird zum Kunstobjekt

Barsinghausen Bunker wird zum Kunstobjekt

Will die Barsinghäuser Schwerpunktfeuerwehr nach dem jüngsten Einbruch in ihr Gerätehaus die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen? Sollen künftig gar gut geschützte Posten regelmäßig vor dem Areal an der Egestorfer Straße Wache halten? Viele Passanten stellen sich Fragen angesichts des martialisch wirkenden Splitterschutzbunkers, der jetzt an der Einfahrt zum Feuerwehrareal aufgestellt worden ist.

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Aus einem Kriegsrelikt wird ein Kunstwerk: Die Jugendfeuerwehr will den Einmannbunker umgestalten.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die Erklärung für das Projekt ist ebenso überraschend wie vielversprechend: Der aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Einmannbunker ist auf Initiative der Jugendfeuerwehr an seinen neuen Platz versetzt worden, wie Ortsbrandmeister Holger Afemann berichtet. Die Nachwuchsfeuerwehrleute wollen das Betongebilde in Kooperation mit der Kunstschule Noa Noa aufwendig gestalten, um damit auf die Jugendfeuerwehr aufmerksam zu machen. An einen Bunker soll später dann nichts mehr erinnern.

Der Bunker stand jahrzehntelang in einer Ecke des heutigen Feuerwehrgrundstücks. Aus ihm heraus hatten Posten während des Krieges die Fabrikanlagen auf dem Zechengelände überwacht. Eigentlich habe die Feuerwehr den Splitterbunker irgendwann entsorgen wollen. „Aber wir haben dann gesagt: ,Lasst den mal stehen, da können wir was draus machen‘“, erinnert sich Jugendfeuerwehrwart Stefan Sierth. Inzwischen sind die Gestaltungspläne so konkret geworden, dass der tonnenschwere Bunker mit Hilfe einer Tiefbaufirma schon einmal an seinen neuen Platz umgesetzt worden ist.

Nach Sierths Worten hat die Jugendfeuerwehr ein neues Logo entwickelt, ein Panther-Motiv. „Das Logo soll als großes Fliesenmosaik auf den Bunker geklebt werden“, sagt er. Dazu sollen die Einstiegsluke und die Sehschlitze zugemauert werden, sodass später nur noch ein rundum künstlerisch gestalteter Zylinder vor dem Feuerwehrgelände stehen wird. „Wir wollen mit dem Projekt darauf aufmerksam machen, dass auch Kinder in der Feuerwehr aktiv sind und dass jeder mitmachen kann“, erläutert der Jugendwart.

Die Jugendfeuerwehr ist noch auf der Suche nach Sponsoren für das Projekt. Es werde relativ viel Material benötigt, sagt Sierth. „Wir werden wohl etwa 1300 Euro brauchen.“

Von Andreas Kannegießer

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