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Jagau will die Regionsumlage senken

Calenberger Land Jagau will die Regionsumlage senken

Die Kommunen Barsinghausen, Wennigsen und Ronnenberg sind nicht abgeneigt, auf einen Vorschlag von Regionspräsident Hauke Jagau einzugehen. Er will die Regionsumlage senken. Im Gegenzug sollen die Städte und Gemeinden die Kita-Beiträge für einkommensschwache Eltern übernehmen.

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Regionspräsident Hauke Jagau will die Umlage senken.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Barsinghausen. Barsinghausens Erster Stadtrat Georg Robra spricht von einem „Schritt in die richtige Richtung“. Jagau hat den Bürgermeistern angeboten, die Umlagezahlungen an die Region zu senken. Die Höhe dieser Beträge werden anhand der Einwohnerzahl festgelegt. Damit beteiligen sich die Städte und Gemeinden an der Finanzierung der Aufgaben, die von der Behörde erledigt werden.

Bisher zahlt die Region finanzschwachen Eltern die Kosten für die Kinderbetreuung als eine Form der Jugendhilfe. Für alle 21 Städte und Gemeinden in der Region soll der finanzielle Vorteil rund 20 Millionen Euro betragen, wenn eine geringere Umlage mit den Kita-Gebühren verrechnet wird.

„Diese Entlastung fällt aber viel zu niedrig aus. Darin sind sich die Hauptverwaltungsbeamten der Kommunen einig“, betont Georg Robra. Barsinghausen müsste nach Jagaus Vorschlag rund 600 000 Euro weniger Regionsumlage pro Jahr zahlen. Im Gegenzug müsste die Stadt für rund 200 000 Euro die Kita-Gebühren finanzschwacher Eltern bezahlen.

Als eine gute Lösung bezeichnet Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke den Vorschlag aus der Regionszentrale in Hannover. Die Einsparung für die Deistergemeinde würde 190 000 Euro betragen. „Und die Kita-Gebühren wären in kommunaler Hand“, sagt Meineke.

Ähnlich bewertet Frank Schulz, Ronnenbergs Fachbereichsleiter Finanzen, Hauke Jagaus Konzept. „Die Entlastung bringt uns knapp 300 000 Euro“, hat der Finanzexperte ausgerechnet. „Zumal wir die Aufgabe sowieso schon wahrnehmen“, sagt Schulz. Im Gehrdener Rathaus haben die Verantwortlichen Jagaus Vorschlag bislang lediglich zur Kenntnis genommen. „Wir werden das Modell intern noch intensiv beraten müssen“, sagt die Erste Stadträtin Christiane Kemnitz. Es gebe noch viele offene Fragen. „Wir müssen beispielsweise ausrechnen, was für uns dabei herauskommt“, sagt Kemnitz. Letztlich müsse der Rat entscheiden, ob das Angebot angenommen werden soll.

Auch in Barsinghausen, Wennigsen und Ronnenberg haben die Politiker das letzte Wort. Ebenso muss die Regionsversammlung dazu noch gehört werden. Der Regionspräsident will den Haushaltsentwurf seiner Behörde Ende September vorlegen.

Von J. Rocktäschel, D. Wirausky und K. Siegmund

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