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Christen beten für den Frieden

Barsinghausen Christen beten für den Frieden

Die Pastorinnen und Pastoren der Region Barsinghausen laden zu Friedensgebeten in die Petruskirche, Langenäcker 40, ein. Jeden Mittwoch ab 18.15 Uhr soll für die Länder gebetet werden, in denen kein Friede ist und die Menschen aus Not und Elend zur Flucht gezwungen werden.

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Pastorinnen und Pastoren bieten Friedensandachten an: Friedhelm Feldkamp, Ute Kalmbach, Matthias Stalmann, Bettina Westermann-Buße und Uta Junginger.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Die Initiatoren betrachten die menschenverachtenden Vorgänge in der Welt, in Europa, in Deutschland und auch in Barsinghausen mit großer Sorge und Betroffenheit. „Es ist erschütternd, dass ein Flüchtlingsheim und Autos in direkter Nachbarschaft brannten“, sagt Uta Junginger, Pastorin der Mariengemeinde. Die Täter seien perfide und hinterhältig vorgegangen. „Ich bin schockiert, dass es denen inzwischen egal ist, ob Feuerwehrleute zu Schaden kommen“, sagt Pastor Matthias Stalmann, Kirchengemeinde Großgoltern. Selbst der Tod werde billigend in Kauf genommen. Die in den Rohbau getragenen Gasflaschen hätten bei den Löscharbeiten explodieren können.
Mit Freude sehen die Pastoren die „überwältigende und herzliche Anteilnahme am Schicksal der Flüchtlinge“ sowie das Engagement vieler Bürger in Barsinghausen. „Doch wir müssen noch mehr Menschen dazu bewegen, sich entschlossen und beherzt gegen jeden Frevel zu erheben“, betont Pastor Friedhelm Feldkamp von der Petrusgemeinde.
Begrüßt wird der parteiübergreifende Schulterschluss, der sich bei der Demonstration von 1500 Menschen am vergangenen Mittwoch gezeigt hat. Verglichen mit der Einwohnerzahl von 33 500 sei die Anzahl derer jedoch noch zu gering, die sich gegen die Aggression wenden, die gegen alles Fremde und Unbekannte geschürt werde, urteilt Feldkamp.
„Christen werden sich stets auch der Ursachen des Flüchtlingselends zuwenden und diese fürbittend im Blick behalten“, sagt Feldkamp. In den Friedensgebeten, die das Angebot in der Klosterkirche ersetzen, gehe es auch um sozialen Frieden in Deutschland. Gebetet werde für Perspektiven und Herzenswärme, die dafür sorgen mögen, Not zu lindern und vorübergehend für Obdach zu sorgen, um menschenwürdiges Asyl zu gewährleisten. Und dafür, mutig zu bleiben gegen das Schüren von Ängsten der Demagogen und Populisten.

Von Jörg Rocktäschel

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