Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Ehepaar lässt die "Villa Glück auf" sanieren

Barsinghausen Ehepaar lässt die "Villa Glück auf" sanieren

Eines der letzten herrschaftlichen Häuser in Barsinghausen drohte nach mehr als neunjährigem Leerstand allmählich zu verfallen, nun kehrt neues Leben in die "Villa Glück auf" an der Deisterstraße ein: Andreas Stumpf und Christina Frobenius haben das Baudenkmal von 1905 gekauft, um es in der alten Pracht wieder herzurichten.

Voriger Artikel
Viel Lob für Björn Wendes Namibia-Projekt
Nächster Artikel
Kinder verschönern Schule mit Mosaik

Die unter Denkmalschutz stehende Villa Glück auf steht seit mehr als neun Jahren leer und soll wieder im ursprünglichen Zustand hergerichtet werden.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Seit dem Spätsommer 2008 steht das Haus leer, damals zogen die letzten Mieter aus. Kurze Zeit später kaufte ein Barsinghäuser die Immobilie, doch dessen Umbaupläne zerschlugen sich  -- und die Bausubstanz der Villa litt zunehmend unter dem Leerstand.

Bis Andreas Stumpf und Christina Frobenius aus Großgoltern auf das Gebäude am Deisterrand aufmerksam wurden. "Das Haus ist in unseren Blick geraten und wir haben den Eigentümer angesprochen. Dann ging es Schlag auf Schlag: Vom ersten Kontakt bis zum Handschlag dauerte es nur wenige Wochen. Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt", erläutert Andreas Stumpf.

Mittlerweile sei die Architektenplanung in Zusammenarbeit mit einem Fachmann für Baudenkmäler weitgehend abgeschlossen. Bereits im Januar sollen die Sanierungs- und Umbauarbeiten beginnen: Zunächst im Außenbereich vom Dach über die Fassade bis zum Keller.

"Zum Glück ist das Dach mit den dreifach gebrannten Ziegeln von 1905 noch intakt, und auch der Dachstuhl ist in einem ausgezeichneten Zustand", sagt Stumpf. Aber die Schornsteine ziehen immer mehr Feuchtigkeit ins Haus und müssen dringend erneuert werden.

Ziel sei es, den Außenbereich mit dem Mauerwerk aus Deistersandstein im ursprünglichen Zustand wieder herzurichten. Bauliche Veränderungen an der Villa, die lange nach 1905 entstanden, sollen wieder verschwinden.

Zwar bleiben die ebenfalls später eingebaute Dachgauben in der ersten Etage erhalten -- "aber die Gauben werden optisch den Anforderungen des Denkmalschutzes angeglichen", betont Christina Frobenius.

Für den Innenbereich mit einer Wohnfläche von rund 300 Quadratmetern auf drei Etagen plant das Ehepaar eine Grundsanierung, unter anderem mit einer komplett erneuerte Elektrik und einer Niedrigenergie-Wandheizung. "Zwei Etagen wollen wir selbst bewohnen, das Dachgeschoss wird vermietet", kündigt Christina Frobenius an.

Die beiden neuen Eigentümer rechnen nach derzeitiger Kalkulation mit Gesamtkosten von rund 700000 Euro sowie mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr. "Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen. Schließlich soll es richtig gut werden", erklärt Andreas Stumpf.

Eine Freifrau von Richthofen ließ die "Villa Glück auf" vor 112 Jahren als herrschaftlichen Sitz errichten. In den Folgejahren wurde das Gebäude laut Stumpf zum Teil als Mädchenpension für "höhere Töchter" genutzt.

Im Jahr 1930 kaufte der Dentist Hebrock die Villa und richtete im Erdgeschoss seine Praxis ein. "Darum gibt es Erdgeschoss auch Gitter vor den Fenstern, um die wertvolle Praxiseinrichtung zu schützen", berichtet Stumpf.

Später wurde die Villa als Wohnhaus genutzt -- bis 2008.

doc6xgcwbp7yup8wll96y2

Fotostrecke Barsinghausen: Ehepaar lässt die "Villa Glück auf" sanieren

Zur Bildergalerie

Von Frank Hermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten

Ungezählte ehrenamtliche Helfer unterstützen die diakonischen Einrichtungen. Ihre Arbeit soll während der "Woche der Diakonie" besonders gewürdigt und vorgestellt werden. mehr

doc6xhz24a7uqt3cycahca
Karibische Klänge in der Ernst-Reuter-Schule

Fotostrecke Barsinghausen: Karibische Klänge in der Ernst-Reuter-Schule

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Lisa Malecha:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: lisa.malecha@haz.de