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Sexueller Missbrauch: Verfahren eingestellt

Barsinghausen Sexueller Missbrauch: Verfahren eingestellt

Sexueller Missbrauch eines 13-jährigen Mädchens – dieser Vorwurf gegen einen 30-jährigen Barsinghäuser ließ sich am Mittwoch am Amtsgericht Wennigsen nicht erhärten. Jugendrichter Roland Bömer stellte das Strafverfahren gegen den Angeklagten ein.

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Das Jugendgericht Wennigsen hat ein Verfahren gegen einen 30-jährigen Barsinghäuser wegen sexuellen Missbrauchs eines Mädchens eingestellt.

Quelle: privat

Barsinghausen. Laut Anklage hat der Mann aus Barsinghausen im Sommer 2015 die damals 13-Jährige geküsst und sich bekleidet auf das Mädchen gelegt. Handyfotos zeigen die Küsse und den Austausch von Zärtlichkeiten.

Allerdings räumte das mutmaßliche Opfer vor dem Jugendgericht in Wennigsen ein, selbst die Initiative zu diesem körperlichen Kontakt ergriffen zu haben. "Wir haben uns umarmt, gekuschelt und geküsst", sagte die mittlerweile 15-Jährige am Mittwoch als Zeugin in der Hauptverhandlung aus.

Zuvor hatte sich das Mädchen auf Erinnerungslücken berufen und keine Angaben zum eigentlichen Tathergang gemacht. Jugendrichter Bömer äußerte deutliche Zweifel an diesen Erinnerungslücken und forderte das Mädchen erfolgreich auf, sein Schweigen zu brechen.

Gemeinsam mit einer damals zwölfjährigen Freundin war das Mädchen aus einer betreuten Wohngruppe in Dinklar nach Barsinghausen gekommen, um sich mit einem Freund zu treffen. Zufällig stießen die Mädchen nachts auf den Barsinghäuser, der den beiden Ausreißerinnen in seiner Wohnung eine Übernachtungsmöglichkeit anbot.

"„Wir waren froh, einen Schlafplatz gefunden zu haben. Er hat mich nicht bedrängt", sagte das Mädchen.

Jugendrichter Bömer stellte das Verfahren in Absprache mit Staatsanwaltschaft und mit dem Rechtsbeistand des Angeklagten ein. "Das erscheint mir sachgerecht angesichts des Gesamteindrucks", erläuterte der Richter.

Von Frank Hermann

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