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Windrad-Kunstwerk gerät in Vergessenheit

Barsinghausen Windrad-Kunstwerk gerät in Vergessenheit

Wirtschaftlich erfüllt das sogenannte Expo-Windrad in der Feldmark zwischen Bantorf und Wichtringhausen alle Erwartungen – aber das Kunstwerk "Im Schatten des Windes" direkt neben dem Windrad droht in Vergessenheit zu geraten und zu verfallen. Für den Erhalt dieses Kunstwerks fühlt sich derzeit niemand verantwortlich.

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Das Kunstwerk "Im Schatten des Windes" von Künstler Allan Wexler aus New York wird von Grünpflanzen überwuchert.

Quelle: Frank Hermann

Bantorf/Wichtringhausen. Mehr als 16 Jahre nach dem Bau des Expo-Windrades und der Schatten-Installation des New Yorker Künstlers Allan Wexler überwuchern Gräser, Büsche und weitere Grünpflanzen das Kunstobjekt. Wexler hatte damals den Schattenwurf des Windrades zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende in einer rund 80 Meter langen Tisch-Installation nachbauen lassen.

Besonderer Clou: In der Oberfläche des Kunstwerkes wurden rund 4500 Kilogramm Kohle eingearbeitet – darunter auch rund 1000 Kilogramm Deistersteinkohle aus dem Klosterstollen in Barsinghausen. Diese Kohlemenge entspricht der täglichen Stromproduktion des Windrades.

Was als besondere Attraktion für Besucher gedacht war, geriet jedoch schon nach wenigen Jahren aus dem Blickfeld. Gästeführerin Christel Seidel bot zwar immerhin noch Touren innerhalb des Calenberger Landsommer zum Expo-Windrad an – aber in diesem Jahr sagte Seidel die Tour im Juni ab.

"Der Zustand des Kunstwerkes hat sich immer weiter verschlechtert und ist sehr unansehnlich geworden. Ich kann die Leute ja nicht in den völlig unübersichtlichen Grünbewuchs laufen lassen. Da müsste unbedingt mal richtig gemäht werden", betont die Gästeführerin.

Die Windwärts-Energiegesellschaft errichtete zwar das Windrad mit dem  Kunstwerk im Jahr 2000, "aber wir sind weder Eigentümer des Windrades noch des Kunstwerks. Das Windrad gehört einem Fonds, für den wir die technische und kaufmännische Betriebsführung leisten. Aber auf den Zustand des Kunstwerkes haben wir keinen Einfluss", erläutert Windwärts-Sprecher Stefan Dietrich.

Während des Windwärts-Insolvenzverfahrens von 2014 sei das Kunstwerk aus der Insolvenzmasse freigegeben worden. „Wem das Objekt jetzt gehört? Dazu habe ich keine Informationen“, sagt Dietrich.

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Fotostrecke Barsinghausen: Windrad-Kunstwerk gerät in Vergessenheit

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Von Frank Hermann

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