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Das Wohnen im Alter rückt in den Fokus

Barsinghausen Das Wohnen im Alter rückt in den Fokus

Der Barsinghäuser Seniorenrat will das seniorengerechte Wohnen und ein dazu passendes Umfeld für die ältere Generation fördern. Dazu plant das Gremium eine Arbeitsgruppe (AG), die sich intensiv mit dem Wohnen im Alter auseinandersetzt, und ruft alle Barsinghäuser zur Mitarbeit auf.

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Claus Bischoff (von links), Joachim Zislo, Hannelore Heidecke und Dietmar Redlich werben für eine Mitarbeit im Seniorenrat und in einer geplanten Arbeitsgruppe Wohnen im Alter.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. "Das könnte eine umfassende Aufgabe und ein Schwerpunkt für uns werden", sagte Seniorenratsmitglied Dietmar Redlich in der Sitzung am Montagvormittag. Die AG könne Angebote wie eine Wohnberatung schaffen, sich für eine verstärkte seniorengerechte Wohnbebauung einsetzen und alternative Wohnformen für Senioren in den Blick rücken. "Das Mehrgenerationenwohnen und Wohngemeinschaften gehören daher auch zu diesem komplexen Thema", betonte Redlich.

Die Arbeitsgruppe könnte unter anderem Kontakt zu Hauseigentümern, Hausverwaltern und Investoren aufnehmen, um sich für seniorengerechte Bauweisen einzusetzen, schlug Joachim Zislo vor. Eine Möglichkeit, einen Eindruck von einer solchen Bebauung zu gewinnen, sah Claus Bischoff in einem dreistöckigen Neubau Am Reitbach, in dem aktuell seniorengerechte Wohnungen entstehen. "Vielleicht könnte man sich das mal angucken und mit dem Bauherren sprechen", regte er an.

Allerdings müsse nicht nur die Wohnung, sonders auch das gesamte Umfeld für ältere Menschen geeignet sein, waren sich die Seniorenratsmitglieder einig. "Das fängt mit der Sicherheit in der Wohnung an und geht über den Verkehr bis zu vielen anderen Bereichen", sagte Redlich. Auch Details wie Stolperfallen auf Gehwegen, die teils allein durch eine falsche Ausleuchtung entstünden, müssten beachtet werden. Ebenso spielten gute Nahversorgungsmöglichkeiten eine bedeutende Rolle.

Aktuell sei es für Senioren schwer, attraktive Wohnungen zu finden, die etwa über einen Fahrstuhl und gute Nahversorgungsangebote verfügen. Statt dessen müssten sie im Fall eines Umzugs etwa vom großen Haus in eine kleine Wohnung viele Kompromisse eingehen. "Deshalb verändern sich viele ältere Menschen nicht", sagte Hannelore Heidecke. Die AG könne auf der anderen Seite seniorengerechte Wohnangebote aufzeigen und dafür werben, dass weitere solcher Wohnungen entstehen. Auf der anderen Seite sei es wichtig, Senioren nicht erst im hohen Alter die Vorteile eines Umzugs in ein geeigneteres Umfeld aufzuzeigen. "Im Grunde genommen muss man die Menschen frühzeitig darauf ansprechen", betonte Heidecke.

Der Seniorenrat will die Bildung der Arbeitsgruppe Wohnen im Alter in seiner nächsten Sitzung am Montag, 8. August, um 9.30 Uhr im Seniorentreff, Am Buchhorn 6, vorantreiben. Dazu lädt das Gremium alle Interessenten an einer Mitarbeit in der AG ein. Weitere Fragen zur geplanten AG beantwortet Claus Bischoff unter Telefon (05105) 773633.

Von Carsten Fricke

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