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Junge Flüchtlinge erhalten ein Zuhause auf Zeit

Barsinghausen Junge Flüchtlinge erhalten ein Zuhause auf Zeit

Im Kinder- und Jugendheim Waldhof laufen die Vorbereitungen zur Aufnahme weiterer minderjähriger Flüchtlinge. Dazu lässt die Region Hannover derzeit doppelstöckige Container mit 20 Wohnplätzen errichten. Voraussichtlich im Februar ziehen die unbegleiteten Jugendlichen in die Containeranlage.

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Teamleiter Matthias Apitz (rechts) zeigt Mitgliedern der Regions-FDP die Wohncontainer für minderjährige Flüchtlinge.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Für die Dauer eines mehrwöchigen Clearingverfahrens nimmt die Region als zuständige Jugendhilfeträgerin die minderjährigen Flüchtlinge im Waldhof auf. Das sogenannte Clearing dient in einem aufwendigen Verfahren dazu, die jeweiligen Biografien sowie das Bildungsniveau und den Gesundheitszustand der Jugendlichen festzustellen.

Mittlerweile hat der Waldhof bereits zusätzliche Außenstellen zur ersten Unterbringung der jungen Flüchtlinge eingerichtet: Im ehemaligen Gasthaus Zur Eiche in Großgoltern – wo nach Angaben von Teamleiter Matthias Apitz derzeit 14 junge Männer aus Syrien, Afghanistan und dem Irak leben – sowie im Seminarhaus Gailhof in der Wedemark mit derzeit 28 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

"Wir schaffen hier für die jungen Menschen ein Zuhause auf Zeit. Die Jugendlichen sehnen sich nach Rückzugsmöglichkeiten und wollen endlich zur Ruhe kommen, nach den Strapazen einer langen Flucht und den zum Teil grausigen Erfahrungen in ihrer Heimat", erläuterte Apitz gestern bei einem Besuch von FDP-Regions- und -Lokalpolitikern im Waldhof.

Der Teamleiter berichtete von einem völlig unterschiedlichen Bildungsstand der Minderjährigen – von qualifizierten jungen Männern aus der syrischen Oberschicht bis zu Analphabeten, die noch nie eine Schule besucht haben. Allen sei gemeinsam, den Waldhof-Mitarbeitern sehr respektvoll zu begegnen.

"Außerdem zeigen viele Jugendliche einen großen Wissensdurst. Sie sind regelrecht gierig darauf, die deutsche Sprache und andere Dinge aus ihrer neuen Umgebung zu lernen. Ihr Wunsch ist es, später einen Beruf zu ergreifen und die Fähigkeit zu erlangen, ihr Leben in der Zukunft selbstbestimmt führen zu können", betonte Matthias Apitz im Gespräch mit den FDP-Politikern.

Von Frank Hermann

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