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Noch ein Schritt bis zur großen Fußballbühne

Egestorf Noch ein Schritt bis zur großen Fußballbühne

Ein einziger Sieg fehlt den Fußballern des 1. FC Germania Egestorf/Langreder noch zum Einzug in den DFB-Pokal. Vor dem Spiel gegen den VFL Osnabrück am Mittwoch werden dabei sogar im Barsinghäuser Rathaus kräftig die Daumen gedrückt - und das nicht nur aus sportlichen Gründen.

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Die Sicherheitszäune auf dem Sportplatz an der Ammerke sollen künftig bei Risikospielen die gegnerischen Fangruppen voneinander trennen.

Quelle: Björn Franz

Egestorf. Wenn Barsinghausen in der bundesweiten Sportberichterstattung auftaucht, hat das in der Regel mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu tun. Immerhin ist die - wie zuletzt im vergangenen November - regelmäßig im Fuchsbachtal zu Gast. Doch im kommenden Sommer könnte es einen ganz anderen Grund haben, wenn der Name der Stadt auf der großen Fußballbühne auftauchen würde: Dann könnte mit dem 1. FC Egestorf/Langreder ein Barsinghäuser Klub dabei sein, wenn die 1. Runde des DFB-Pokals ausgelost wird.

Ein Sieg fehlt den Germanen noch, um von einem Pflichtspiel gegen den FC Bayern München oder Borussia Dortmund träumen zu können. Kein Wunder also, dass auch Marc Lahmann am Mittwoch dabei sein wird, wenn das Niedersachsenpokal-Halbfinale gegen den VfL Osnabrück um 17 Uhr auf dem restlos ausverkauften Sportplatz an der Ammerke vor 1200 Zuschauern angepfiffen wird. "Es wäre natürlich toll, wenn ein Barsinghäuser Verein ins Finale des Landespokals und damit zugleich in den DFB-Pokal einziehen könnte", sagt der Bürgermeister. "Ein attraktiver Gegner würde das Augenmerk auch auf unsere Stadt lenken."

Doch es ist nicht nur der mögliche Werbeeffekt, der den bekennenden Hannover-96-Fan Lahmann kurzfristig zu einem der größten Germanen-Anhänger werden lässt. Ein Sieg des Gastgebers gegen den klar favorisierten Tabellendritten der 3. Liga hätte auch direkte Auswirkungen auf die Finanzen der Stadt: Für den Bau von Zäunen rechts und links der kleinen Tribüne des Egestorfer Sportplatzes, die als Sicherheitsauflage für die Partie zwingend gefordert waren, hatte der Rat im Februar dieses Jahres 30 000 Euro zur Verfügung gestellt. Diesen Zuschuss würden die Egestorfer im Falle des Einzugs in den DFB-Pokal, für den der Klub eine garantierte Antrittsprämie in Höhe von 140 000 Euro erhalten würde, sofort zurückzahlen.

Dass der Oberligist die Partie überhaupt auf dem kleinen Sportplatz an der Ammerke austrägt, ist eine der besonderen Geschichten rund um das Pokalspiel. Die Egestorfer hätten gut und gerne 3000 oder 4000 Tickets verkaufen können, wenn sie in ein größeres Stadion ausgewichen wären, so war aus Klubkreisen zu hören. Finanziell noch interessanter wäre wohl der Verkauf des Heimrechts an die Osnabrücker gewesen, in deren Arena mehr als 16 000 Plätze zur Verfügung stehen. Doch die Germanen entschieden sich dagegen - und das nicht nur aus sportlichen Gründen.

Denn für sie ist das Spiel zugleich der Türöffner für den nächsten Schritt: Mit dem Bau der Sicherheitszäune, durch die die Fansgruppen voneinander getrennt werden können, erfüllen die Germanen eine wichtige Auflage für den möglichen Regionalligaaufstieg. Die mobilen Sanitär- und Gastronomieanlagen, die für die 350 Osnabrücker Anhänger aufgestellt werden, könnten in einem zweiten Bauabschnitt nach Saisonende durch feste Gebäude ersetzt werden. Die Fundamente liegen bereits. Und für das nötige finanzielle Fundament - erforderlich sind nach Klubangaben 100 000 Euro - könnten die Spieler mit dem Einzug in den DFB-Pokal sorgen.

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