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Germania hofft auf Hilfe von der Stadt

Egestorf Germania hofft auf Hilfe von der Stadt

Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder hat bei der Stadt Barsinghausen einen Zuschauss in Höhe von 30.000 Euro für den Ausbau der Sportanlage in Egestorf beantragt. Damit will der Verein die baulichen Auflagen für das NFV-Pokal-Halbfinale und einen möglichen Regionalliga-Aufstieg erfüllen.

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Der Zuschauerbereich auf dem Sportplatz in Egestorf müsste für das Landespokal-Halbfinale und den möglichen Regionalligaaufstieg mit Sicherheitszäunen versehen werden.

Quelle: Bjön Franz

Egestorf. Wenn Jan Zimmermann über das Pokal-Viertelfinale gegen den SV Meppen spricht, beginnen seine Augen zu glänzen. "Jeder, der da gewesen ist, wird diese ganz besondere Atmosphäre gespürt haben", sagt der Trainer des Fußball-Oberligisten, der sich nur zu gerne an den 4:1-Überraschungssieg über den eine Klasse höher spielenden ehemaligen Zweitligisten Ende September erinnert. "Alleine der Gedanken, dort nun auch das Halbfinale gegen den VfL Osnabrück spielen zu können und vielleicht sogar in den DFB-Pokal einzuziehen, erzeugt bei mir eine Gänsehaut."

Um die vom Verband vorgeschriebenen baulichen Voraussetzungen für die Austragung der Partie in Egestorf erfüllen zu können, hat der Club bei der Stadt Barsinghausen einen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro beantragt, über den der Rat in seiner Sitzung am 9. Februar beschließen wird. Unter anderem müssten die Germanen einen Zaun bauen, der die heimischen und gegnerischen Fans voneinander trennt. Zudem müssten am Gästefanblock zusätzliche sanitäre und gastronomische Anlagen errichtet werden. Etwa 100.000 Euro würden diese Maßnahmen nach ersten Berechnungen kosten - knapp ein Drittel der Kosten soll dazu die Stadt beisteuern.

Sollten die Egestorfer diese Auflagen nicht erfüllen, dürften sie die Partie gegen Osnabrück, die voraussichtlich Anfang April stattfinden wird, nicht auf ihrem eigenen Platz austragen. Sie müssten dann auf eine andere Anlage umziehen - etwa auf die des TSV Havelse. Auch ein Umzug ins verbandseigene August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen wäre denkbar, aber angesichts der von anderen Vereinen immer wieder kritisch angemerkten Nähe zwischen Germania und dem Niedersächsischen Fußballverband durchaus brisant. Und auch in diesem Fall würden durch bauliche Maßnahmen zur Fantrennung Kosten entstehen.

Optimismus, dass die Barsinghäuser Politik den Zuschuss genehmigt, ziehen Zimmermann und sein Kapitän Mirko Dismer unter anderem aus den eigenen Leistungen der vergangenen Jahre. Denen auf dem Fußballplatz, die sie inzwischen bis in die Tabellenspitze der Oberliga geführt haben. Und den Leistungen, die Mannschaft und Umfeld abseits des Rasens erbracht haben. "Wir haben alle beim Tribünenbau und dem Aufstellen der Werbebanden mitgearbeitet", erklärt Dismer, der in Egestorf geboren und aufgewachsen ist. Und auch die Tatsache, dass der Verein dabei wie auch beim Bau des Kunstrasenplatzes und eines Minispielfeldes ohne städtische Zuschüsse auskommen musste, wertet er keineswegs als Nachteil. 

"Wir haben uns und die Stadt mit unseren Leistungen in der Region bekannt gemacht", meint Zimmermann. Und der Trainer verweist nicht ohne Stolz auch auf die  Perspektiven, die sich auf dem Ausbau des Platzes ergeben würden. Denn die baulichen Auflagen, die für das Pokalspiel gelten, würde der Club auch im Falle des Aufstiegs in die 4. Liga erfüllen müssen. Und der ist für den Tabellendritten angesichts von nur einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz keineswegs unerreichbar. "Es wäre toll, wenn wir jetzt die Möglichkeit bekommen würden, die Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung unserer Erfolgsgeschichte zu schaffen", sagt Zimmermann.

Als vielleicht entscheidender Faktor bei der Entscheidung des Rates könnte sich ein bemerkenswertes Angebot der Germanen erweisen, das etwas versteckt ganz am Ende des Antrags steht: Sie wollen den Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro nämlich an die Stadt zurückzuzahlen, wenn ihnen mit einem Sieg über den VfL Osnabrück tatsächlich die Qualifikation für den DFB-Pokal gelingen sollte. Denn dann würde eine Prämie in Höhe von 140.000 Euro auf die Egestorfer warten - und die Chance auf das Traumlos gegen den FC Bayern München.

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