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Tafel informiert über ehemaligen Schacht IV

Großgoltern Tafel informiert über ehemaligen Schacht IV

Neben dem Gelände des ehemaligen Schacht IV-Areals zwischen Barsinghausen und Großgoltern hat der Förderverein Besucherbergwerk mit Unterstützung von Sponsoren eine Informationstafel aufgestellt – um die Erinnerung an den Barsinghäuser Steinkohlebergwerk wach zu halten.

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Martin Ludwig (rechts) stellt die neue Informationstafel am Rande des ehemaligen Schacht IV-Areals vor.

Großgoltern. Bislang hat sich der Verein mit seinem Projekt der Kohlepfade vor allem auf Bergwerksrelikte im Deister oder am Waldrand konzentriert. Mehr als 30 Hinweistafeln säumen diese Pfade zwischen Bad Nenndorf im Westen sowie Egestorf im Osten der Deisterstadt.

"Nun haben wir den Deister verlassen, um die Bedeutung von Schacht IV nicht in Vergessenheit geraten zu lassen", erläuterte Udo Mientus, Vorsitzender des Fördervereins, am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Infotafel an der Einmündung des Gießereiweges in die Hannoversche Straße.

Der ehemalige Wetter- und Seilfahrtschacht IV gilt als letzte große Anstrengung des Steinkohlebergwerks in Barsinghausen. Darauf wies Martin Ludwig hin, der gemeinsam mit Werner Fritz und Heinz Schmidt die Tafel mit Text- und Bildmaterial versehen hat.

Mit dieser mehr als 700 Meter tiefen Schachtanlage in der Gemarkung Großgoltern wollte das Bergwerk die langen Belüftungs- und Anfahrwege für die Tiefbauanlagen unter Tage verkürzen. Die Anlage ging 1943 in Betrieb und trug dazu bei, die Fördermenge im Folgejahr auf 428 000 Tonnen Kohle zu erhöhen – die höchste Menge seit drei Jahrzehnten.

Zwölf Jahre später beschloss die Preussag jedoch das Aus für den Barsinghäuser Bergbau und bemühte sich um die Ansiedlung des Motorenteileherstellers Teves auf dem Gelände von Schacht IV. Etwa 650 Kumpel fanden nach der Zechenstillegung eine neue Arbeit bei Teves.

Die Bergwerksanlagen auf dem Schachtgelände wurden demontiert. Teile der Kantine und der Steigerhäuser dienten den Naturfreunden beim Bau ihres Hauses. Die Abraumhalde, die noch bis 1961 brannte, lieferte in die 1980-er Jahre das Material für Wege, Laufbahnen sowie für Sport- und Tennisplätze.

Nach mehreren Besitzerwechseln sind heute die beiden Zulieferfirmen Bergmann und Federal Mogul auf dem Gelände ansässig.

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Von Frank Hermann

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