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Kirchenkreis setzt seine Rücklagen ein

Barsinghausen Kirchenkreis setzt seine Rücklagen ein

Der Kirchenkreis Ronnenberg will die diakonische Arbeit stärken - und zur Finanzierung in den nächsten Jahren auch auf Rücklagen zurückgreifen. Der Kirchenkreistag hat den sogenannten Grundstandards für die Jahre bis 2022 zugestimmt. Demnach dürfen bis zu 115.000 Euro jährlich aus den Rücklagen entnommen werden.

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Renate Kösel-Görtz (von links), Carsten Elies, Matthias Stalmann, Michael Rehren und Marianne Riecke bilden den neuen Vorstand des Kirchenkreistags.

Quelle: Sabine Freitag

Barsinghausen. "Die Konzepte, die wir vor uns liegen haben, können sich sehen lassen", betonte Superintendentin Antje Marklein bei der Versammlung am Freitagabend im Gemeindesaal der Petrus-Kirchengemeinde. Allerdings hätten die darin angestrebten Ziele finanzielle Konsequenzen, die sich "nicht aus der Portokasse" bezahlen ließen.

Um unter anderem die bestehende diakonische Arbeit zu gewährleisten und weiter zu entwickeln, sei ein vorsichtiger Griff in die Rücklagen notwendig. "Diese Entnahme ist möglich dank der sparsamen Haushaltsführung der letzten Jahre", sagte Marklein. "Das sind Rücklagenentnahmen, die wir uns in dieser Form auch leisten können", stimmte Uwe Sennholz, Sachgebietsleiter Finanzen, zu.

"Unsere Aufgabe ist es, die Schwächsten im Blick zu haben", umschrieb Marklein eines der wesentlichen Ziele, das mit den Mehrausgaben erreicht werden soll. Insbesondere die diakonische Arbeit - unter anderem in der Seelsorge, in Familienzentren und in der Flüchtlingssozialarbeit - solle gestärkt werden. So sollen die Familienzentren finanziell und personell gesichert und teils ausgebaut werden. Dafür sind jährliche Mehrausgaben in Höhe von rund 39.000 Euro vorgesehen.

Auch sollen die Pastoren bei der Verwaltung entlastet werden, um mehr Zeit für die Seelsorge zu haben. Rund 16.000 Euro sollen daher pro Jahr in zusätzliche Ausgaben für Pfarrsekretärinnen fließen. Darüber sind in den Konzepten weitere Ziele wie regelmäßige Kindergottesdienste in jeder Gemeinde, eine stärkere Pflege des Gemeindegesangs, ein Ausbau der Kooperation mit Schulen und die inklusive Korfirmandenarbeit enthalten. Im Jahr 2019 soll der Kirchenkreistag nach Prüfung der Finanzlage über die Fortführung dieser Konzepte beschließen.

In geheimen Wahlgängen wählten die 41 anwesenden Delegierten zudem einen neuen Vorstand. Zum neuen Vorsitzenden bestimmten sie mit großer Mehrheit den bisherigen Stellvertreter Matthias Stalmann, Pastor der Kirchengemeinden in Großgoltern und Stemmen sowie der Kapellengemeinde Göxe. Er tritt die Nachfolge von Helge Johr an, der den Vorsitz vor rund einem halben Jahr aus beruflichen Gründen abgegeben hatte. Neue Stellvertreterin ist Marianne Riecke aus Wettbergen. Als Beisitzer gehören Renate Kösel-Görz aus Egestorf, Carsten Elies aus Ihme-Roloven und Michael Rehren aus Barsinghausen dem Vorstand des Kirchenkreistags an. Die Delegierten wählten darüber hinaus Pastor Günter Koschel als ordiniertes Mitglied in den Kirchenkreisvorstand.

Von Carsten Fricke

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