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Der Rohbau des Flüchtlingswohnheims wird saniert

Barsinghausen Der Rohbau des Flüchtlingswohnheims wird saniert

Die Stadt hat entschieden, dass der Rohbau des künftigen Flüchtlingswohnheims an der Hannoverschen Straße saniert wird. Das teilte Bürgermeister Marc Lahmann gestern während eines Besuchs der Parlamentarischen Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU) mit.

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Sehen sich den Baufortschritt beim Flüchtlingswohnheim an der Hannoverschen Straße an (von links): Michael Neubacher, Maria Flachsbarth und Marc Lahmann.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Die Sanierung werde rund 200 000 Euro kosten, sagte Lahmann. Ein Neubau des Gebäudes, auf das am Sonnabendmorgen, 21. Januar, ein Brandanschlag verübt wurde, käme 130 000 Euro teurer. Das habe ein Gutachten unabhängiger Prüfer ergeben.
Die Bauzeit des ersten Hauses wird sich um rund sieben Wochen verlängern, sagte Architekt Michael Neubacher von der Gebäudewirtschaft der Stadt Barsinghausen. Vier Wochen entfallen auf die Sanierung. Noch immer sind die Wände mit einer stinkenden Rußschicht bedeckt. Anschließend werde die zerstörte Fußbodenheizung neu verlegt, und neue Fenster werden eingebaut. Der Anschlag hat dazu geführt, dass das zweite Haus, mit dessen Bau erst vor wenigen Tagen begonnen wurde, früher fertig sein wird. Neubacher sprach von Ende April.
Flachsbarth zeigte sich von den beiden Brandanschlägen in Barsinghausen erschüttert. Sie sei fassungslos und begrüße die stärkere Polizeipräsenz in der Stadt. Die Äußerung der AfD, die Demonstration nach dem ersten Anschlag habe den zweiten auf die Autos am Rathaus provoziert, bezeichnete sie als „völlig abwegig“. Außerdem sei es ein Grundrecht, zu demonstrieren.
Die Staatssekretärin sicherte der Stadt weiterhin Unterstützung zu. Sie stehe mit dem Bürgermeister in engem Kontakt. Der wünschte sich eine Gesetzesänderung, damit Kommunen ein Vorkaufsrecht auf Grundstücke und Häuser erhielten. Damit seien allerdings keine Eigenheime gemeint, ergänzte Lahmann. Flachsbarth lobte den Einsatz der Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation. „Es ist ganz klar, dass die Kommunen die Hauptlast tragen“, sagte sie.

Von Jörg Rocktäschel

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