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Lehmann-Preis für Strehl und Verein Horizonte

Barsinghausen Lehmann-Preis für Strehl und Verein Horizonte

Religionslehrerin Elke Strehl von der Goetheschule-KGS sowie Frank Roth als Vertreter des Vereins Horizonte aus Großgoltern haben zu gleichen Teilen den Siegfried-Lehmann-Preis erhalten. In einer Feierstunde wurden die beiden Preisträger am Montagabend für ihr besonderes Engagement gewürdigt.

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Der Kuratoriumsvorsitzende Klaus Richter (links) und Dirk Hasselhoff vom Stiftungsvorstand (rechts) zeichnen Elke Strehl und Frank Roth mit dem Siegfried-Lehmann-Preis 2015 aus.

Quelle: Frank Hremann

Barsinghausen. Aus vier Vorschlägen hat sich das Kuratorium der Siegfried-Lehmann-Stiftung nach Angaben des Vorsitzenden Klaus D. Richter einmütig für Elke Strehl und für den Horizonte-Verein als Preisträger mit einer Dotierung von jeweils 300 Euro entschieden.

"Damit zeichnen wir sowohl die Erinnerungsarbeit bei der Erforschung und Dokumentation jüdischer Friedhöfe in Barsinghausen als auch die Bemühungen zur Integration von Flüchtlingen aus. Die Stadt kann sich glücklich schätzen, solche Menschen und Initiativen zu haben", sagte Dirk Hasselhoff, Vorstandsmitglied der Siegfried-Lehmann-Stiftung, in seiner Laudatio.

In einem Projekt für Schüler aus dem zehnten Jahrgang setzt sich KGS-Lehrerin Elke Strehl seit rund drei Jahren für die Erforschung und Dokumentation der jüdischen Friedhöfe in Barsinghausen ein. Derzeit beschäftige sich die Klasse mit der Frage, wie der alte jüdische Friedhof am Deisterrand früher ausgesehen haben könnte. "Unser Projekt geht weiter", erläuterte Elke Strehl.

Neben diesem pädagogisch-wissenschaftlichen Engagement, das an jüdisches Leben in Barsinghausen erinnert, zeichnet die Siegfried-Lehmann-Stiftung gleichberechtigt das solidarisch-humanitäre Handeln des Horizonte-Vereins für seine Integrationsarbeit mit Flüchtlingen aus. "Der Verein widmet sich einer aktuellen Notwendigkeit, um den Menschen neue Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln", betonte Dirk Hasselhoff bei der Preisübergabe.

Laut Vorstandsmitglied Frank Roth widmet sich Horizonte den Lebens- und Fluchtumständen der Menschen, die ihre Heimat verlassen. Zudem bietet der Verein praktische Hilfe, indem er Fahrradspenden an die Flüchtlinge abgibt. "Bislang haben wir schon 150 Räder weiter gereicht", sagte Roth.

Die Stiftung will mit dem 1984 erstmals vergebenen Siegfried-Lehmann-Preis an geschehenes Unrecht gegenüber andersdenkenden und -gläubigen Menschen erinnern sowie Verständnis für andere Lebensformen und Weltanschauungen fördern. Siegfried Lehmann, Namensgeber der Stiftung, war ein Barsinghäuser Bürger jüdischer Herkunft. Er wurde während des Nazi-Regimes verfolgt und 1943 im Ghetto Theresienstadt ermordet.

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Von Frank Hermann

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