Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
VSV steckt ohne Vorstand in einer neuen Krise

Hohenbostel VSV steckt ohne Vorstand in einer neuen Krise

Verein sucht Vorsitzenden – dafür könnte derzeit wieder das „VSV“ im Namen des Volkssportvereins stehen: Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres hat der Verein auf einer Mitgliederversammlung keine Kandidaten für den geschäftsführenden Vorstand gefunden – und steckt erneut in einer Führungskrise.

Voriger Artikel
Polizei sucht Zeugen nach Unfallflucht
Nächster Artikel
Zwei Verkehrszeichen herausgerissen

Kathrin Reddig und Michael Niemeier (links) ehren Günther Seidel für 70-jährige Mitgliedschaft im VSV Hohenbostel.

Quelle: Frank Hermann

Hohenbostel. "Mir blutet das Herz. Solch eine Situation wollte ich nicht wieder mitmachen", sagte der ehemalige Vereinsvorsitzende Peter Kipper im Anschluss an die gescheiterten Vorstandswahlen. Kipper muss nun als Mitglied des dreiköpfigen Ehrenrates gemeinsam mit Roland John und Wolfgang Ronschke einen geeigneten Bewerber für das Amt des VSV-Vorsitzenden finden, um die Vakanz an der Spitze des rund 930 Mitglieder großen Sportvereins zu beenden.

Bereits vor einem Jahr blieb der geschäftsführende Vorstand nach einem vorzeitigen Rücktritt der Amtsvorgänger unbesetzt. Damals schaffte es der Ehrenrat innerhalb weniger Wochen, ein neues Führungsteam für eine einjährige Amtszeit zu finden: Dazu gehörten der erste Vorsitzende Michael Niemeier sowie fünf Stellvertreter mit Kathrin Reddig, Benjamin Semmler, Uwe Ingenhaag, Sven Heindorf und Benjamin Lübbe.

Nach Ablauf der einjährigen Amtszeit stellten sich sowohl Michael Niemeier als auch Kathrin Reddig und Benjamin Lübbe auf der Jahresversammlung am Wochenende nicht zur Wiederwahl – und nahmen nach einem Jahr ihren Abschied aus dem Vorstand.

Für Ingenhaag, Semmler und Heindorf gilt: Sie stehen für die Stellvertreter-Positionen erneut zur Verfügung, wenn die Mitglieder zuvor einen neuen ersten Vorsitzenden gewählt haben. "Nur unter dieser Bedingung würden wir weitermachen", erläuterte Uwe Ingenhaag.

Mit diesen Vorzeichen will der dreiköpfige Ehrenrat in den nächsten Tagen und Wochen eine Lösung finden. "Für uns geht es jetzt darum, Gespräche mit geeigneten Leuten zu führen und einen Bewerber für den VSV-Vorsitz zu finden. Danach berufen wir unverzüglich eine weitere Mitgliederversammlung ein, um die Vakanz im Vorstand zu beenden", betonte Peter Kipper.

Zudem richtete er einen Appell an die Sparten, in den eigenen Reihe nach Bewerbern zu suchen. Sollte der VSV Hohenbostel trotz aller Bemühungen keinen neuen geschäftsführenden Vorstand wählen können, droht als letzte juristische Konsequenz die Auflösung des Volkssportvereins.

Der VSV Hohenbostel hat auf seiner Jahresversammlung am Wochenende mehrere treue und verdiente Sportler ausgezeichnet. Für 70 Jahre im VSV überreichten der scheidende Vorsitzende Michael Niemeier und Stellvertreterin Kathrin Reddig einen Präsentkorb sowie Ehrennadel und -urkunde an Günther Seidel.

Weitere Auszeichnungen erhielten zudem Friedrich Plath für 65 Jahre, Volkmar Bormann für 60 Jahre, Hartmut Söhle für 50 Jahre mit einer Ehrennadel vom Regionssportbund sowie Irmela Roggon, Helga Röbbert, Rainer Bernsdorff und Werner Knief für jeweils 40-jährige Mitgliedschaften im Hohenbosteler Sportverein. Zum Sportler des Jahres wurde Dieter Andrecht ernannt.

Bereits seit 80 Jahren gehört Hermann Otte dem VSV Hohenbostel. Allerdings konnte Otte an der Versammlung nicht teilnehmen und erhält die Ehrung zu einem späteren Zeitpunkt – ebenso wie Gerhard Wittkohl (70 Jahre im VSV), Helmut Seidel (65 Jahre), Michael Schaper (50 Jahre), Ingrid Schröder und Ulrich Baumgart (jeweils 40 Jahre) sowie Günter Busche (25 Jahre).

Mit großer Mehrheit bei lediglich einer Gegenstimme hat die Mitgliederversammlung eine Anhebung der monatlichen Beiträge beschlossen. Erwachsene zahlen künftig 9 Euro (bislang 7,50 Euro), Jugendliche zahlen 5 Euro (4,80 Euro), Familien zahlen 19 Euro (17 Euro) und für passive Mitglieder beträgt der Beitrag künftig 5 Euro (4,10 Euro).

Von dieser Erhöhung erwartet der VSV eine Mehreinnahme von jährlich rund 7000 Euro. "Diese Geld brauchen wir, um finanzielle Rücklagen für ungeplante Ausgaben zu bilden und um zusätzliche Vereinsangebote finanzieren zu können", erläuterte Benjamin Semmler.

Geplant seien zudem Sanierungen des Kleinspielfeldes sowie der Duschen und der Elektrik im VSV-Vereinsheim.

doc6u4mapo4u2b7xoxdosu

Fotostrecke Barsinghausen: VSV steckt ohne Vorstand in einer neuen Krise

Zur Bildergalerie

Von Frank Hermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten

Bereits zum fünften Mal hat der Lions-Club für das Calenberger Land einen Adventskalender aufgelegt. Jeden Tag werden Preise vergeben im Gesamtwert von fast 10.000 Euro. Hier finden Sie täglich alle Gewinner. mehr

doc6xkg5l1pgbb118xf9jm9
Schüler freuen sich über das neue Spielhaus

Fotostrecke Barsinghausen: Schüler freuen sich über das neue Spielhaus

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Lisa Malecha:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: lisa.malecha@haz.de