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Deutlich mehr Unfälle im Stadtgebiet

Barsinghausen Deutlich mehr Unfälle im Stadtgebiet

Laut der am Freitag vorgestellten Statistik 2015 ist die Anzahl der Verkehrsunfälle in Barsinghausen deutlich gestiegen. 710 waren es, 81 mehr als im Jahr davor. Erneut forderten die Unfälle vier Todesopfer, Schwerverletzte gab es 15 anstatt 17.

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Peter Jeinsen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (rechts), und Kommissariatsleiter Achim Bense stellen die Unfallstatistik vor. Die Karte zeigt es, die schweren Unfälle verteilen sich auf das ganze Stadtgebiet.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Leicht verletzt wurden 104 Menschen anstatt 89. Besondere Gefahrenschwerpunkte gibt es nach Einschätzung der Polizei in der Deisterstadt weiterhin nicht. Die Steigerung der Unfallzahlen ist laut Peter Jeinsen, Leiter Einsatz und Streifendienst der Polizei Barsinghausen, auch darauf zurückzuführen, dass mehr Unfälle angezeigt worden seien. Denn nicht zu jedem Fall rücke die Polizei automatisch aus. Oft einigten sich die Beteiligten vor Ort, wenn die Lage eindeutig ist.

Gestiegen ist die Anzahl der Unfallfluchten von 149 auf 200. Davon waren 110 Fälle sogenannte Parkplatzrempler. Doch es gab auch sechs Fälle mit Verletzten. Zwei davon wurden aufgeklärt. 73 Flüchtige wurden allerdings ermittelt. Sie riskieren mit ihrem Verhalten Strafen und Fahrverbote.

Erfreulich sei, dass keine Kinder unter sechs Jahren verletzt worden sind. Kommissariatsleiter Achim Bense führt dies darauf zurück, dass die Rückhaltesysteme in den Autos deutlich verbessert worden sind und die Eltern diese system auch nutzen. Von den Sechs- bis 14-Jährigen wurden zehn verletzt. Am häufigsten, 30 Fälle, traf es Menschen über 65 Jahren. Fußgänger waren an 12 Unfällen beteiligt, viermal waren sie die Verursacher, beide Zahlen blieben blieb gleich. Fahrradfahrer waren 23mal betroffen, einer weniger. Achtmal waren sie wie 2014 die Verursacher.

Von den 710 Unfällen haben sich 176 außerhalb von geschlossenen Ortschaften ereignet. Der Anteil von knapp 25 Prozent entspricht dem des Vorjahres. Zumeist waren Personenwagen (843) in Unfälle verwickelt, 97mal Lastwagen, elf Busse und 19 Krafträder.

Die Polizei hat im vergangenen Jahr 3395 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. 812 waren zu schnell unterwegs, 745 Verstöße von und gegenüber Radfahrern gab es, 585 Verstöße beim Abbiegen, 470 bei der Vorfahrt, 427 waren unterwegs, obwohl der TÜV abgelaufen war. 276 Fahrer hatten ihren Gurt nicht angelegt, 80 haben während der Fahrt ihre Mobiltelefone in den Händen gehabt.

99 anstatt 53 Verkehrsteilnehmern wurden Blutproben entnommen. 63 waren betrunken, 36 standen unter Drogeneinfluss. Neun alkoholisierte Fahrer waren in Ubfälle verwickelt, ein Unfallfahrer stand unter Drogeneinfluss. Im Polizeikommissariat Barsinghausen werde viel Wert auf Prävention gelegt. Die Kollegen seien geschult, Verdachtsmomente zu erkennen, sagte Jeinsen.

Er kündigte zudem an, dass es auf der L 392 zwischen Landringhausen und der B 65 demnächst wohl wieder eine Tempobeschränkung geben werde. Jeinsen wird der Mitte April tagenden Verkehrsunfallkommission vorschlagen, dass dort bei Nässe Tempo 70 gelten soll. Nach dem Umbau der Straße – aus Sicherheitsgründen wurden die Seitenstreifen befestigt – gab es in diesem Jahr schon vier Unfälle mit Totalschäden. Die Fahrer seien stets jung, zum Teil unerfahren gewesen, und sie waren bei Nässe mit hohem Tempo unterwegs, begründete Jeinsen den Vorstoß. Die Polizei werde den Bereich weiterhin beobachten, versicherte er.

Von Jörg Rocktäschel

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