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AfD tritt auch im Calenberger Land an

Calenberger Land AfD tritt auch im Calenberger Land an

Nach den Erfolgen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt will die AfD auch bei den Kommunalwahlen für Furore sorgen. Die Partei kündigte an, in Barsinghausen, Ronnenberg, Wennigsen und Gehrden anzutreten - dabei allerdings nicht für Ortsräte zu kandidieren.

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Die AfD will bei den Kommunalwahlen in allen vier Kommunen des Calenberger Landes antreten.

Quelle: Julian Stratenschulte

Calenberger Land. Die Alternative für Deutschland (AfD) will bei den Kommunalwahlen im September dieses Jahres in allen vier Kommunen des Calenberger Landes antreten. Das erklärte Clemens Hafemann, der Vorsitzende des AfD-Stadtverbandes für Barsinghausen, Ronnenberg und Wennigsen, in den im Mai auch Gehrden aufgenommen werden soll. Allerdings werde sich die Partei dabei voraussichtlich lediglich um Sitze in den Stadt- beziehungsweise Gemeinderäten bewerben und keine Kandidaten für die Ortsräte in Wennigsen, Ronnenberg und Gehrden aufstellen.

Mit welchen Personen die AfD dabei antreten wird, die Mitte März bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt auf Anhieb mit zweistelligen Ergebnissen in die Parlamente einzog, steht allerdings noch nicht fest. Die Listen sollen laut Hafemann bei der sogenannten Aufstellungsversammlung beschlossen werden, die Ende April oder Anfang Mai stattfinden werde.

„Wir werden aber nur eine realistische Anzahl Kandidaten auf jede Liste setzen“, erklärte der Stadtverbandsvorsitzende.In Barsinghausen etwa, würden in jedem der beiden Wahlkreise voraussichtlich etwa fünf Kanidaten aufgestellt werden. Diese Zahl basiere auf der eigenen Einschätzung für die Wahl am 11. September. „Ich halte ein Ergebnis im Bereich zwischen sechs und neun Prozent und damit zwei bis drei Ratssitze für realistisch“, erklärte Hafemann.

Bislang ist die AfD im Calenberger Land lediglich durch vereinzelte Pressemitteilungen aufgefallen. Unter anderem hatte die Partei den Organisatoren der Demonstration für Weltoffenheit und Toleranz im Anschluss an den Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim an der Hannoverschen Straße in Barsinghausen eine Mitschuld an der zweiten Brandanstiftung in der folgenden Nacht am Rathaus gegeben.Die im Rat vertretenen Parteien hatte diese Äußerung scharf kritisiert. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Messing erklärte sogar, für ihn sei die AfD „keine demokratische Partei“. Viele Beobachter rechnen jedoch damit, dass dem politischen Neuling in den meisten Kommunen direkt der Sprung in den Rat gelingen könnte.

Bis es soweit ist, liegen vor der AfD allerdings noch einige Vorbereitungen. „Die Formalien sind für eine Wahl relativ kompliziert“, sagte Hafemann. „Da haben wir noch einiges vor der Brust.“ Unter anderem muss die Partei in jedem Wahlbereich zwischen 20 und 30 Unterschriften von Unterstützern sammeln, da sie bislang weder in den Stadt- oder Gemeinderäten noch im Bundes- oder niedersächsischen Landtag vertreten ist. Bis zum 13. Juni muss die Wahlteilnahme formell beim Landeswahlleiter angezeigt werden, und bis zum 25. Juli müssen dann die konkreten Wahlvorschläge vorliegen.

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