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Spenden als Zeichen für Willkommenskultur

Großgoltern Spenden als Zeichen für Willkommenskultur

Die Bäckerei Hünerberg setzt ein Zeichen zur Unterstützung der im Barsinghäuser Stadtgebiet lebenden Flüchtlinge. Ab sofort beliefern Bäckermeister Hendrik Mordfeld und seine Mitarbeiter regelmäßig das Asylbewerberheim am Ohweg mit Backwaren, die am Vortag nicht verkauft wurden.

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Bäckermeister Hendrik Mordfeld (rechts) beliefert künftig das Asylbewerberheim am Ohweg regelmäßig mit Backwaren. Mit den Flüchtlingen freut sich auch Erster Stadtrat Georg Robra (Dritter von rechts) über das Engagement.

Quelle: Andreas Kannegießer

Großgoltern. Gestern herrschte unter den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft große Freude, als Mordfeld erstmals Backbleche mit Quarkbällchen und anderem Gebäck in Großgoltern anlieferte. Den Kontakt hatte die Nordgolternerin Gerheide Knüttel hergestellt, und Mordfeld griff die Idee gerne auf, wie er betonte.

"Es ist wichtig, dass positive Signale für den Umgang mit Flüchtlingen gesetzt werden", sagte Mordfeld. Künftig wird er zweimal wöchentlich das Flüchtlingsheim ansteuern. Gedacht sind die Lebensmittel nicht nur für die am Ohweg lebenden Asylbewerber. Auch andere Flüchtlinge könnten sich in Goltern Backwaren abholen, hieß es. Heimleiter Hartmut Herder soll bei der Verteilung der Waren mitwirken.

Barsinghausens Erster Stadtrat Georg Robra lobte das Engagement der Bäckerei Hünerberg als Beispiel für praktische Willkommenskultur. "Wir können froh sein, dass wir solche Unternehmen haben", sagte er. Mit dem Firmenengagement werde zugleich dokumentiert, "dass wir uns in einer besonderen Situation befinden". Die Lebensmittelspenden seien ein "zusätzliches Angebot" für die Flüchtlinge.

Nach Robras Worten leben in der Unterkunft am Ohweg zurzeit 55 Bewohner, die meisten davon aus Afrika. Der Zustrom von Asylbewerbern wird nicht abreißen. "Wir gehen davon aus, dass wir monatlich 45 Menschen zusätzlich unterbringen müssen", sagte Robra. Allerdings würden diese Zahlen zurzeit dauernd nach oben korrigiert. Insgesamt leben derzeit etwa 250 Flüchtlinge im Stadtgebiet, die von der Verwaltung betreut werden.

Von Andreas Kannegiesser

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