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Förderschule verabschiedet sieben Absolventen

Barsinghausen Förderschule verabschiedet sieben Absolventen

Sieben Schüler aus dem zehnten und neunten Jahrgang haben die Bert-Brecht-Schule (BBS) Förderschule Lernen verlassen. Mitschüler und Kollegium verabschiedeten die Jugendlichen in einer Feierstunde.

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Die Bert-Brecht-Schule startet nach den Sommerferien mit den Jahrgängen sechs bis zehn. Die fünfte Klassenstufe fällt weg.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Zu den Schulabsolventen gehören André Guynn, Frederic Haack, Jelan Jefkaj, Noah Keilig, Daniel Pannki und Niklas Petrat aus der zehnten Klasse sowie der Neuntklässler Emra Saljihi. BBS-Rektorin Sybille Wegner überreichte fünf Hauptschul- und zwei Förderschulabschlüsse an die Jugendlichen.

"Ein Schüler wechselt auf die Goetheschule und strebt dort den Realschulabschluss an. Zwei weitere Abgänger haben bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche, andere gehen auf die Berufsschule. Diese jungen Menschen haben eine Vorstellung von ihrer Zukunft und gehen ihren Weg", erläutert die Rektorin.

BBS-Schüler aus den jüngeren Jahrgängen steuerten Musik und Sketche zur Entlassungsfeier bei. Zudem überreichten die Jungen und Mädchen kleine Geschenke an die stolzen Absolventen.

Ins nächste Unterrichtsjahr geht die BBS-Förderschule Lernen nach den Sommerferien lediglich mit den Klassenstufen sechs bis zehn. Der fünfte Jahrgang fällt weg. Als Auslaufmodell verlieren die Förderschulen Lernen in Niedersachsen jedes Jahr eine Klassenstufe.

"Dann haben wir voraussichtlich noch rund 65 Jugendliche an unserer Schule, darunter etwa 20 Schüler in zwei siebten Klassen", kündigt Sybille Wegner an.

Der jährliche Wegfall ganzer Unterrichtsjahrgänge als Folge der Inklusion an den Regelschulen habe Auswirkungen auf den BBS-Alltag. Von den 20 BBS-Pädagogen seien sechs Kollegen mit ganzen Stellen an die Barsinghäuser Grundschule sowie an weiterführende Schulen in Barsinghausen und Wennigsen abgeordnet – für Förderangebote in den inklusiven Klassen.

"Aber an den Grundschulen sind das pro Klasse lediglich zwei Stunden pro Woche. Die Idee einer Inklusion ist unterstützenswert, kann mit diesen geringen Ressourcen jedoch nicht gelingen. Zumal die Lehrerkollegen eine enorme Belastung mit hohem Arbeitsaufwand bewältigen müssen", sagt die Rektorin.

Sie habe die Hoffnung auf eine bildungspolitische Kehrtwende mit einem Bestandsschutz für die Förderschulen Lernen nicht aufgegeben -- um Eltern die Wahlmöglichkeiten für ihre Kinder zu geben.

"Uns gibt es noch, wir wickeln uns nicht ab", betont Sybille Wegner. Zumal die BBS in den vorhandenen Jahrgängen sechs bis zehn auch weiterhin neue Schüler aufnehmen darf.

Von Frank Hermann

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