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Die Flüchtlingshelfer nicht überfordern

Barsinghausen Die Flüchtlingshelfer nicht überfordern

Die Integration von Flüchtlingen kann nur gelingen, wenn auf allen staatlichen Ebenen mehr hauptamtliche Stellen geschaffen werden. Die ehrenamtlichen Helfer dürfen nicht überfordert werden. Das ist das Fazit der Diskussionsveranstaltung des Forums für Politik und Kultur.

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Dorota Szymanska, Jan Pommerehn und Helmut Steinert unternehmen den Versuch einer Bestandsaufnahme der Flüchtlingsarbeit in Barsinghausen.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Rund 40 Interessierte sind am Mittwochabend in den ASB-Bahnhof gekommen, um ein Jahr nach dem Satz „Wir schaffen das“ von Kanzlerin Angela Merkel eine Bestandsaufnahme der Flüchtlingsarbeit in Barsinghausen zu versuchen. Moderator Helmut Steinert vom Forum sieht immer noch gewaltigen Handelsbedarf bei der Organisation, beklagt die unübersichtlich Struktur bei den Zuständigkeiten: „Das Vakuum ist noch da.“ Vom Anspruch, die hilfesuchenden Menschen in die Gesellschaft erfolgreich zu integrieren sei man noch weit entfernt.
Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration bei der Region Hannover, bestätigte die landesweiten Startschwierigkeiten. Ohne die freiwilligen Helfer wäre das bislang erreichte nicht möglich gewesen. So sei das Projekt „Willkommen neue Nachbarn“ der IG Bantorf beispielhaft. Auch die noch unter Waltraut Korbjun, ehemalige Leiterin der Lisa-Tetzner-Schule, und Silvia Bethe, Hannah-Arendt-Gymnasium, angebotenen Sprachlernklassen hätten Vorbildcharakter. Deren Hartnäckigkeit und Durchsetzungskraft zahlten sich aus. „Es gibt Schulen im Land, die Schicken die Kinder mit der Begründung, wie haben keine Sprachlernklasse, einfach weg“, sagte Szymanska.
Bethe wies darauf hin, dass viele Kinder traumatische Erlebnisse hinter sich hätten. Diese Traumata müssten dringend behandelt werden. „Mit der Anfangseuphorie ist es nicht getan, die Arbeit liegt noch auf der Strecke“, sagte sie.
Auch Pommerehn sieht das so. Zur Zeit gebe es noch 20 sehr aktive Helfer in Bantorf. 200 Flüchtlinge leben im Ort. Doch nicht an alle kommen sie heran, manche sein stark in sich gekehrt, lebten sehr zurückgezogen. „Es werden dringend weitere Helfer gebraucht. Vor allem junge Menschen fehlen fast völlig“, betonte er. Die betreuten Flüchtlinge seien sehr dankbar, sie wollen vor allem arbeiten, nicht auf Almosen angewiesen sein, ihr Leben selbst gestalten.

Von Jörg Rocktäschel

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