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Grüne fühlen sich von Verwaltung behindert

Barsinghausen Grüne fühlen sich von Verwaltung behindert

Die Barsinghäuser Grünen üben Kritik an Bürgermeister Marc Lahmann (CDU). Die grüne Ratsfraktion fühlt sich von der Verwaltung in vielen Bereichen unzureichend informiert und zu wenig unterstützt. „Wir stellen uns optimale Zusammenarbeit ganz anders vor“, sagt Fraktionsvorsitzende Ulrike Westphal.

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Die Barsinghäuser Grünen sind nicht gut auf Bürgermeister Marc Lahmann (CDU) zu sprechen. Der erste stellvertretende Bürgermeister Andreas Hartig (von links), Fraktionsvorsitzende Ulrike Westphal und Ortsverbandsvorsitzende Susanne Held werfen dem Stadtoberhaupt Parteilichkeit vor.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die Grünen bemängeln, dass es nach Ratsbeschlüssen der rot-grünen Mehrheit oftmals keine Rückmeldung der Verwaltung über den Stand der Umsetzung gebe. "Wir hören nichts mehr und müssen immer selbst am Thema dranbleiben", sagt Westphal. Der Eindruck der Grünen: Die CDU/FDP-Gruppe werde sehr viel schneller mit Informationen versorgt.

"Wir haben permanent das Gefühl, der Bürgermeister will uns am langen Arm verhungern lassen. Das geht nicht so weiter", betonen Westphal und der erste stellvertretende Bürgermeister Andreas Hartig. Ein aktuelles Beispiel aus Sicht der Grünen ist die Diskussion um den Neubau der Wilhelm-Stedler-Schule. Die Grünen wünschen sich einen schnellen Schulneubau am jetzigen Standort und wollen wissen, ob es möglich ist, während der Bauzeit die Schüler im Gebäude der Bert-Brecht-Schule zu unterrichten. Seit Juli gebe es den Prüfauftrag, passiert sei nichts, sagt Westphal. "Wir haben das Gefühl, dass das Ganze verzögert wird." Die Grünen haben jetzt formal einen Antrag auf Akteneinsicht gestellt. "Wir sind kurz davor, Klage einzureichen", sagt Westphal.

Nicht gut zu sprechen sind die Grünen auch auf das Büro des Rates, das den Kommunalpolitikern zuarbeiten und Termine und Veranstaltungen vorbereiten soll. Als stellvertretender Bürgermeister fühle er sich oftmals schlecht vorbereitet, sagt Hartig. Es gebe "keinen Service" der Verwaltung mehr wie früher.

Bürgermeister Marc Lahmann bestätigt, dass das Büro des Rates wegen häufiger Personalwechsel derzeit "nicht so gut aufgestellt" sei. "Das werden wir ändern", kündigt der Bürgermeister an. Die weitere Kritik der Grünen weist er zurück. Informationen gebe er grundsätzlich allen Fraktionen in gleichem Maß, versichert er. Er habe mehrmals angeboten, jederzeit in Fraktionssitzungen Rede und Antwort zu stehen. "Von den Grünen bin ich aber nur einmal eingeladen worden." Der Prüfauftrag zur Wilhelm-Stedler-Schule erfordere eine völlig neue Wirtschaftlichkeitsberechnung, sagt Lahmann. Mehrere Fachdienste müssten dabei zusammenwirken. "Das ist aufwendig und braucht Zeit."

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