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Keine Zukunft für alte Schule?

Bantorf Keine Zukunft für alte Schule?

Rat und Verwaltung sehen offenbar keine Möglichkeit, das seit Juli nicht mehr genutzte Bantorfer Schulgebäude auf Kosten der Stadt für die Dorfgemeinschaft zu erhalten. In das Haus müssten wohl mehrere hunderttausend Euro investiert werden, unter anderem um Brandschutzauflagen zu erfüllen.

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Das alte Bantorfer Grundschulgebäude müsste aufwendig saniert werden, damit es dauerhaft als Ort für Veranstaltungen genutzt werden könnte.

Quelle: Archiv (Kannegießer)

Bantorf. Die Interessengemeinschaft (IG) Bantorf hatte sich bereits im Sommer mit der Bitte um Unterstützung an die Ratsfraktionen gewandt. In der Sozialausschusssitzung am Mittwochabend warben IG-Vertreter erneut für ihr Anliegen: den Erhalt des Schulgebäudes als Ort der Begegnung und Schauplatz für öffentliche Veranstaltungen. Die IG richtet in dem Gebäude unter anderem Tablequiz-Abende, Töpfer-, Näh- und Computerkurse aus.

Politik und Verwaltung hatten die Bantorfer Grundschul-Außenstelle im Zuge der Haushaltskonsolidierung geschlossen. Die Stadt will das sanierungsbedürftige Gebäude eigentlich loswerden, hat den Verkauf aller nicht mehr genutzten Immobilien angesichts des aktuellen Flüchtlingszustroms aber vorsichtshalber ausgesetzt.

Der Erste Stadtrat Georg Robra erläuterte in der Ausschusssitzung, dass die Verwaltung keine Möglichkeit sehe, das Gebäude "dauerhaft als Veranstaltungsstätte nutzbar zu machen". Robra begründete das mit strengen Brandschutzauflagen - etwa der Forderung, dass es zwei getrennte Rettungswege geben müsse, falls das Obergeschoss genutzt werde. "Wir müssten einen hohen sechsstelligen Betrag investieren und würden doch nur das Nötigste machen können", sagte Robra. Außerdem betonte er, dass die Verwaltung nach wie vor den Auftrag habe, das Gebäude abzuwickeln. "Wenn es weitergenutzt würde, müsste die Haftung auf die Dorfgemeinschaft übergehen", sagte Robra.

Sprecher der Ratsfraktionen würdigten - ebenso wie Robra - das bürgerschaftliche Engagement der Mitglieder der IG Bantorf, machten ihnen zugleich aber wenig Hoffnung. "Das Geld zum Umbau haben wir nicht", sagte Peter Messing (SPD). Eine Chance gebe es nur, falls es gelinge, Fördergelder für das Projekt einzuwerben, meinte Tilman Kuban (CDU). "Da wird Kreativität gefragt sein." Messing betonte, dass ein detailliertes Konzept die Grundvoraussetzung wäre, um Zuschüsse zu beantragen. "Das müsste der Verein erarbeiten." Dessen Aktive sind allerdings skeptisch, ob sie das schaffen können. Ein Konzept für Fördergelder sei sehr arbeitsintensiv, sagte IG-Mitglied Edith Ehlers-Mehrtens.

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