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Die Maut zahlt der Kunde

Ronnenberg Die Maut zahlt der Kunde

Der Bund weitet ab 1. Oktober die Mautpflicht auf zusätzliche Bundesstraßen und kleinere Fahrzeuge aus. Das macht die Waren teurer, denn ein Großteil der Güter wird mit Lastwagen transportiert.

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Georg
Menell

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Der Verbraucher bezahlt letztlich die Maut. „Die Endprodukte werden teurer, weil die Spediteure die Gebühr an ihre Auftraggeber und diese die Kosten wiederum an die Produkte weitergeben“, sagt Georg Menell, Spediteur aus Empelde und im Vorstand des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Nach Menells Berechnungen macht die Maut 10 000 bis 15 000 Euro im Jahr für einen Lastwagen aus, bei einer Fahrleistung von 80 000 bis 100 000 Kilometern. „Diese Kosten werden komplett auf den Endverbraucher umgelegt“, sagt der Spediteur.

Die 18 Fahrzeuge seines Unternehmens mit 30 Mitarbeitern, das sich auf Spezialtransporte überwiegend für die Lebensmittelindustrie spezialisiert hat, sind überwiegend auf den Bundesstraßen unterwegs. Dafür fallen - wegen der Ausweitung der Maut auf weitere Bundesstraßen wie zum Beispiel die B 6 in Richtung Nienburg - 300 000 Euro mehr Gebühren im Jahr an als bisher. Diese Mehrkosten muss Menell an seine Kunden weitergeben. Einem Auftraggeber in Nienburg, für den der Spediteur dreimal am Tag fährt, muss er 20 Euro mehr pro Tour berechnen. Bisher sei dieser Kostenfaktor - Menell rechnet im Durchschnitt mit fünf Prozent - überschaubar gewesen. „Und das wurde von den Kunden akzeptiert“, sagt der Empelder. Ob das aber nach der neuen Regelung künftig so bleibt? „Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt“, sagt der Spediteur unsicher.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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