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Keine Windräder an der Bundesstraße 65

Barsinghausen Keine Windräder an der Bundesstraße 65

Die Pläne für einen kleineren Windpark zwischen Winninghausen und Goltern beiderseits der Bundesstraße 65 sind endgültig vom Tisch. Die Region Hannover hat das Areal geprüft und für nicht geeignet befunden. Die einzige Wind-Vorrangfläche im Stadtgebiet liegt damit auch künftig östlich von Holtensen.

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Das neue Regionale Raumordnungsprogramm wird zurzeit öffentlich diskutiert. Zuletzt hat die Region das Programm in Lehrte vorgestellt. Eine weitere Veranstaltung ist für den 14. Oktober auf Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge geplant.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Die Regionsverwaltung hat für den Entwurf des neuen Regionalen Raumordnungsprogramms alle denkbaren Standorte für Windenergieanlagen gründlich geprüft. Das Urteil für den Bereich rund um die Kreuzung der Bundesstraße 65 mit der Landesstraße 392 fällt am Ende eindeutig aus. Maßgeblicher Ausschlussgrund sei die "sehr hohe artenschutzrechtliche Konfliktintensität", schreibt die Regionsverwaltung in ihrer Erläuterung. In dem Gebiet brüten offenbar regelmäßig Rotmilane und Rohrweihen. Zudem würden Windkraftanlagen dort laut Expertenurteil das nordöstlich angrenzende Gastvogelgebiet zu sehr beeinträchtigen. Darüber hinaus sollen "raumbedeutsame Sichtbeziehungen" nicht beeinträchtigt werden. Diese würden höher gewichtet als die Windenergienutzung, erläutert die Regionsverwaltung.

Der bisher schon vorhandene Windenergie-Vorrangstandort am Mühlenberg zwischen Holtensen, Ostermunzel und Seelze-Dedensen schrumpft im neuen Raumordnungsprogramm deutlich zusammen, wie Sonja Beuning, Regions-Fachbereichsleiterin für Planung und Raumordnung, am Donnerstagabend im Barsinghäuser Bauausschuss erläuterte. Weil die Mindestabstände zu bebauten Gebieten erhöht worden sind, befinden sich künftig nur noch vier der 13 vorhandenen Windräder zwischen Holtensen und Dedensen im Bereich des verkleinerten Vorrangstandorts. Für die vorhandenen Windkraftanlagen gilt allerdings ein Bestandsschutz. Das sogenannte Repowering, also der Ersatz eines Windrades durch eine größere und leistungsfähigere Anlage, wird künftig nur noch innrrhalb des kleineren Vorrangstandorts möglich sein.

Nach Beunings Worten sieht das neue Raumordnungsprogramm regionsweit 31 Vorranggebiete für die Windenergienutzung mit insgesamt 3100 Hektar Fläche vor. Das entspreche rund 1,4 Prozent der Gesamtfläche der Region Hannover. Die Stadt Barsinghausen muss bis Ende November ihre Stellungnahme zum neuen Raumordnungsprogramm abgegeben haben. Vor den Sommerferien 2016 soll die endgültige Fassung des Programms laut Beuning von der Regionsversammlung beschlossen werden.

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