Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Unterkunft für bis zu 328 Flüchtlinge

Barsinghausen Unterkunft für bis zu 328 Flüchtlinge

Die Sammelunterkunft, die die Region Hannover in Barsinghausen errichten will, soll bis zu 328 Flüchtlinge aufnehmen können. Der Standort für den Komplex, der 9,15 Millionen Euro kosten soll, steht nach Angaben der Stadtverwaltung noch nicht fest. Denkbar wäre eine Fläche am Deisterbad in Kirchdorf.

Voriger Artikel
Chor gibt Konzert zur Egestorfer 800-Jahr-Feier
Nächster Artikel
Polizei sucht Zeugen für Einbruchsversuch

Eine Wohnanlage mit Holzmodulen soll im Sommer in Barsinghausen entstehen - ähnlich der, die an der Steigertahlstraße in Hannover-Linden errichtet wurde.

Quelle: Michael Thomas

Barsinghausen. Nein, beschlossen sei noch nichts. Auf diese Feststellung legt Georg Robra großen Wert. Klar sei lediglich, dass die Holzmodule voraussichtlich im Juni auf einem Grundstück aufgestellt werden sollen, das der Region gehört. Und davon gebe es im Stadtgebiet gleich mehrere. "Wir sind weiterhin in Verhandlungen mit der Region", sagte der Erste Stadtrat. Dabei gehe es nicht nur um den Standort, sondern auch um die Größe der Unterkunft. Bis zu 328 Menschen dort unterzubringen, sei die Maximallösung, die der Stadt angeboten worden sei, erklärte Robra. Es sei aber auch denkbar, dass es je nach Grundstück eine kleinere Lösung geben werde.

In jedem Fall halte Barsinghausen an dem Plan fest, die Flüchtlinge gleichmäßig auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. Demnach sollen künftig vor allem die Ortsteile berücksichtigt werden, in denen es bislang noch keine Unterkünfte gebe - also Kirchdorf und Egestorf. Ein möglicher Standort könnte nach Informationen dieser Zeitung eine Fläche südlich des Deisterbades an der Einsteinstraße in Kirchdorf sein, die an das Sportgelände des TSV angrenzt. Sobald der genaue Standort feststeht, wird es laut Robra Bürgerinformations-Veranstaltungen für die betroffenen Anwohner geben. Derzeit seien aber selbst die Politiker der Ratsfraktionen noch nicht informiert, verriet der Erste Stadtrat.

Zumindest einige bauliche Details zu der geplanten Unterkunft sind aber inzwischen bekannt. Laut der Beschlussvorlage für die außerordentliche Regionsversammlung am kommenden Dienstag, bei der die Finanzierung der Bauvorhaben in Barsinghausen und Burgdorf genehmigt werden soll, handelt es sich um zweigeschossige Anlagen mit Grundmodulen für drei beziehungsweise fünf Zimmer - jeweils ausgestattet mit einer kleinen Wohnküche. Die Wohneinheiten sollen sich jeweils um einen Hof gruppieren, auf dem auch ein Gebäude mit Gemeinschaftsbereich und Büro für das Betreuungspersonal gehören.

9,15 Millionen Euro will die Region für das Bauvorhaben in Barsinghausen zur Verfügung stellen, 8,2 Millionen Euro sind für die Unterkunft in Burgdorf vorgesehen. Diese Investition sollen dazu dienen, die Kommunen möglichst kurzfristig bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu unterstützen. Die Modulanlagen aus massiven Sperrholzplatten werden voraussichtlich im Juni dieses Jahres geliefert und dann schlüsselfertig auf bis dahin vorbereiteten Fundamenten aufgestellt. Auch eine Nachnutzung als Wohnraum ist laut Regionsvorlage angesichts der prognostizierten Nutzungsdauer von 20 Jahren gut möglich.

Von Björn Franz und Jörg Rocktäschel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6spabpzubjsctq3jk5w
Neuer Eingangsbereich für das Deisterbad

Fotostrecke Barsinghausen: Neuer Eingangsbereich für das Deisterbad

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de