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Die Seniorenresidenz Kaiserhof ist eröffnet

Barsinghausen Die Seniorenresidenz Kaiserhof ist eröffnet

Die Seniorenresidenz Kaiserhof ist nun auch offiziell eröffnet: Zwei Tage nach dem Einzug der ersten Bewohner hat das Betreiberunternehmen MediCare die neue Altenpflegeeinrichtung am Freitag bei einem Empfang vorgestellt. Von den rund 60 Gästen gab es viel Lob für das moderne und großzügige Ambiente der Einrichtung.

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Nils Bradtmöller von der Volksbank Hameln-Stadthagen (links) überreicht als Bauherr den symbolischen Schlüssel an Einrichtungsleiterin Nadine Haase und MediCare-Geschäftsführer Michael Müller.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Rund 10 Millionen Euro hat die Volksbank Hameln-Stadthagen nach den Worten ihres Vorstandes Nils Bradtmöller in den Bau der Seniorenresidenz und des angrenzenden Ärztehauses investiert. Das Geldinstitut wolle in Zeiten niedriger Zinsen auch im Immobilienbereich investieren, begründete Bradtmöller das Engagement in Barsinghausen. Die Bank hat die Seniorenpflegeeinrichtung langfristig an die Mindener MediCare GmbH verpachtet.

MediCare-Geschäftsführer Michael Müller erläuterte in seiner Begrüßung das Konzept der Seniorenresidenz Kaiserhof mit einem öffentlichen Café und einem Empfangstresen nach Art eines Hotels. „Jeder Besucher soll sofort einen Ansprechpartner haben“, sagte er. Der Cafébetrieb mit Mittagstisch solle zusätzlich „ein Stück Leben in die Einrichtung holen“. Am Kaiserhof sei „eine tolle Immobilie entstanden, in der man gut leben kann“, lobte der MediCare-Geschäftsführer.

Die ersten sieben Bewohner haben die Einrichtung bereits bezogen, am Montag folgen zwei weitere. Bis zum Jahresende, so hoffen die MediCare-Verantwortlichen, könnte die neue Einrichtung mit ihren 84 Plätzen voll belegt sein. „Ich bin optimistisch, dass bei diesem guten Standort die Belegung klappt“, sagte Müller. Abhängig ist das offenbar auch davon, ob es MediCare gelingt, schnell die notwendige Zahl von Mitarbeitern zu gewinnen. Derzeit arbeiten rund 30 Männer und Frauen in der Einrichtung, bei voller Belegung werden es laut Müller rund 90 sein. Bisher habe die Mitarbeiterrekrutierung funktioniert, aber in Zukunft könne das zum Problem werden, bestätigte der MediCare-Chef. „Es ist schwierig, Pflegefachkräfte zu finden.“ Als Einrichtungsleiterin ist Nadine Haase für die Barsinghäuser Seniorenresidenz verantwortlich. „Unsere Bewohner haben einen angenehmen Lebensabend verdient“, sagte sie. „Hier können die Menschen in Würde altern.“

Nach den Worten von Alexander Voeth vom Bauunternehmen Kontur Bau Vision sind während der gut eineinhalbjährigen Bauphase rund 11 000 Kubikmeter Boden bewegt sowie unter anderem 4000 Kubikmeter Beton und 500 Tonnen Stahl verbaut worden. Entstanden sei am Ende „ein wunderschönes, wohnliches Haus“. Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Neddermeier erinnerte in seinem Grußwort an das geschichtsträchtige Areal, auf dem die neue Residenz steht. Die alte, 1899 gebaute Hotel-Gaststätte Kaiserhof sei ein zentraler Punkt für Barsinghausen mit vielen Großveranstaltungen gewesen. Ein schöner Punkt in der Deisterstadt sei nun auch die neue Einrichtung, lobte Neddermeier.

Die Barsinghäuser Stadtverwaltung ist optimistisch, dass die neue Seniorenresidenz Kaiserhof zu einer zusätzlichen Belebung der Fußgängerzone der Stadt beitragen wird. Baudirektor Tobias Fischer sprach beim Eröffnungsempfang von einem „städtebaulichen Hotspot“ für die Deisterstadt. „Die Nutzung an dieser Stelle ist genau die Richtige“, sagte Fischer. Die Bahnhofstraße werde mit der Einrichtung aufgewertet. Noch in diesem Frühjahr solle zudem der Umbau der Straße beginnen. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Entwicklung“, betonte der Baudirektor. Er erinnerte auch an die Jahre der Suche nach dem besten Konzept für das frühere Kaiserhofareal nach dem 2009 auf den Weg gebrachten Abriss des alten Gebäudes. Es habe sehr viele Ideen und sehr viele Projektentwickler gegeben, bis die Entscheidung zugunsten der Seniorenresidenz gefallen sei. Fischer lobte die gute Kooperation mit Bauherren und Betreibern der Einrichtung: „Wir haben gemeinsam viele Nüsse geknackt.“

In der Seniorenresidenz Kaiserhof sind insgesamt 84 Betreuungsplätze entstanden. Alle Bewohner werden in Einzelzimmern untergebracht, die zwischen 17 und 32 Quadratmeter groß sind. Zehn der Zimmer sind sogenannte Komfortzimmer, in denen die Senioren zusätzliche Möbel und einen kleinen Kühlschrank unterbringen können. Die Einrichtung bietet ihren Bewohnern außerdem zusätzliche Serviceangebote nach Wahl. Dazu gehören unter anderem Massage und Maniküre. Die Planer der Seniorenresidenz Kaiserhof haben bei der Gestaltung der Gemeinschaftsräume auch Motive des alten Hotels Kaiserhof einbezogen – so etwa im Café im Erdgeschoss, das als öffentlicher Raum von allen Barsinghäusern genutzt werden kann.

Das Zeug zum sommerlichen Lieblingsplatz für die Bewohner hat die große Dachterrasse, die bei den Gästen der Eröffnung auf viel Bewunderung stieß. Für Sonnabend und Sonntag, 4. und 5. März, lädt die Seniorenresidenz jeweils von 11 bis 17 Uhr zu Tagen der offenen Tür mit musikalischer Unterhaltung und Rahmenprogramm ein.

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Von Andreas Kannegießer

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