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Stadt weist ökologisch wertvollen Naturwald aus

Barsinghausen Stadt weist ökologisch wertvollen Naturwald aus

Auf einer Pachtfläche am Deisterrand, zwischen Zechenpark und der Wohnbebauung am Steinweg gelegen, hat die Stadt Barsinghausen einen Naturwald ausgewiesen. Damit will die Stadt ein ökologisch wertvolles Stück Natur und einen ungestörten Lebensraum für viele Tierarten bewahren.

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Rote Schilder weisen auf die Naturwald-Fläche östlich des Zechenparks hin.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. "Naturwald bedeutet, dass wir auf eine Bewirtschaftung der Waldfläche dauerhaft verzichten. Stattdessen kann sich die Natur ungestört entwickelt und sich den Wald selbst einrichten", erläutert Rainer Bernsdorff von der Stadt Barsinghausen.

Zu einer ungestörten Entwicklung gehöre es, Eingriffe in den rund 150 Jahre alten Waldbestand möglichst zu vermeiden. Totes Holz und umgestürzte Bäume inmitten des Naturwaldes bieten laut Bernsdorff wichtige Brutstätten und Nahrungsgrundlagen für schützenswerte Tierarten.

"In den Höhlen und Löchern der Baumstämme nisten sich zum Beispiel Kleiber, Meisen und Stare ein. Außerdem fühlen sich Spechte, Fledermäuse, Käfer und Maden im Totholz wohl", sagt der Fachmann. Auf diese Weise leiste die Stadt einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Sicherheitsaspekte dürfen laut Rainer Bernsdorff bei einem Naturwald dennoch nicht zu kurz kommen. "Entlang der Wegeführung für Spaziergänger zwischen Egestorfer Kirchweg, Zechenpark und Stillers Restaurant achten wir sehr aufmerksam auf tote Äste und sturzgefährdete Bäume. Wenn Gefahr droht, dann handeln wir rechtzeitig", betont Bernsdorff unter Hinweis auf die Verkehrssicherungspflicht der Stadt Barsinghausen. Auch der Baumbestand in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung am Steinweg werde genauestens kontrolliert.

Innerhalb des Naturwaldes bleibe die Natur jedoch sich selbst überlassen. Kranke und abgestorbene Bäume werden weder gefällt noch entnommen – in Absprache mit der Klosterforst als Eigentümerin.

"Wer die Waldfläche betritt, handelt auf eigene Gefahr und sollte besonders vorsichtig sein. Darum haben wir entsprechende Hinweisschilder am Rand des Naturwaldes aufgestellt", erklärt Rainer Bernsdorff.

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Rainer Bernsdorff zeigt ökologisch wertvolles Totholz auf dem Naturwald-Gelände.

Quelle: Frank Hermann

Von Frank Hermann

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