Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
„Die Stadt gewinnt durch den Umbau“

Barsinghausen „Die Stadt gewinnt durch den Umbau“

Mit der Neugestaltung der Fußgängerzone, die am Sonnabend gefeiert wird, ist das größte Einzelprojekt der Innenstadtsanierung abgeschlossen. Im Gespräch mit Redakteur Andreas Kannegießer ziehen Bürgermeister Marc Lahmann und Baudirektor Tobias Fischer Bilanz.

Voriger Artikel
Adolf-Grimme-Schule erhält Qualitätssiegel
Nächster Artikel
Bantorfer feiern TSV und die Feuerwehr

Zufrieden mit dem Ergebnis des Umbaus: Bürgermeister Marc Lahmann (links) und Baudirektor Tobias Fischer.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die Bauarbeiten in der Marktstraße sind abgeschlossen. Hat sich der enorme Aufwand aus Ihrer Sicht gelohnt?

Lahmann: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Natürlich war es ein Riesenaufwand, aber wir haben nicht nur an der Oberfläche gemerkt, dass die Fußgängerzone in die Jahre gekommen war. Für den Untergrund galt das noch viel mehr. Aber die Kanäle zu sanieren, ohne das darüber liegende Pflaster anzufassen, wäre angesichts der Fördermittel, die wir einwerben konnten, ein Schildbürgerstreich gewesen. Außerdem glaube ich, dass Barsinghausen insgesamt gewinnt durch die neue Fußgängerzone.

Hat sich die ursprünglich aus Kostengründen gewählte Kombination aus rotem Klinkerpflaster und hellgrauen Betonsteinen in der Praxis bewährt?

Lahmann: Auf jeden Fall. Ich war ursprünglich auch etwas skeptisch. Aber durch den Materialmix haben wir eine ganz andere Anmutung der Fußgängerzone bekommen. Sie wirkt nun viel breiter. Letztlich war die aus Kostengründen getroffene Entscheidung richtig, auch Betonsteinpflaster mit Natursteinvorsatz zu verwenden. Die neue Fußgängerzone sieht sehr gut aus.

Fischer: Die intensive Kommunikation der Möglichkeiten im Vorfeld mit der Abstimmung im Internet und der ausführlichen Diskussion auch im Bauausschuss hat sich bewährt. Wir haben das richtige Ergebnis gefunden, das zugleich einer breiten Mehrheit gefolgt ist.

Welche Bedeutung hat die sanierte Fußgängerzone für Barsinghausen als Einkaufsstadt?

Lahmann: Ei- ne Fußgängerzone ist immer das Herz einer Einkaufsstadt. Dass wir nun ein modernes, neues und schickes Herz haben, ist für Barsinghausen sehr wichtig. Wir versuchen, gemeinsam mit den Geschäftsinhabern die Fußgängerzone aufzuwerten, und das kann für die Einkaufsstadt nur von Vorteil sein.

Insgesamt ist der Zeitplan der Bauarbeiten eingehalten worden. Wo lagen zwischendurch die Probleme?

Fischer: Die Probleme lagen in der Kanalisation. Wir brauchten mehr Zeit und zusätzliche Leistungen, etwa für eine komplett neue Regenwasserleitung unter dem Europaplatz. Insgesamt sind wir beim Zeitmanagement am Ende aber sehr gut zum Punkt gekommen.

Lahmann: Ich möchte ein großes Lob an meinen Baudezernenten, den Fachdienstleiter und das Team aussprechen, aber auch an die Baufirma Rasche. Dass ein so großes Vorhaben mitten in der Stadt trotz der angesprochenen Probleme komplett im Zeitplan bleibt, wird man selten finden. Das spricht für ein sehr gutes Baustellenmanagement.

Ist der vorher festgelegte Etat für das Projekt eingehalten worden oder gab es am Ende Mehrkosten?

Fischer: Die Schlussrechnung steht noch aus. Eine endgültige Aussage ist deshalb noch nicht möglich. Aber was uns bisher an Nachtragsvolumina bekannt ist, bewegt sich in einem akzeptablen Rahmen. Die Mehrkosten, die allein aus dem Thema Kanalbau entstanden sind, bewegen sich in einer Dimension von etwa 60 000 Euro.

Am Anfang gab es häufiger Kritik von Anliegern und Geschäftsleuten. Diese ist später weitgehend verstummt. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für diese positive Entwicklung?

Lahmann: Das liegt auch an der sehr guten Arbeit der beiden Baustellenkümmerer Horst Künnmann und Peter Dörries und des Bauleiters, die viel abgefedert haben. Sie haben sich intensiv um die Geschäftsleute und die Anlieger gekümmert. Auch die gute Kommunikation mit dem Verein Unser Barsinghausen hat sicher zur Beruhigung geführt. Außerdem haben die Grundstückseigentümer wohl erkannt, dass die Sanierung mit Zuschüssen von Bund und Land die für sie deutlich günstigste Lösung ist. Das hat die gleichzeitig geführte Diskussion um Straßenausbaubeiträge gezeigt. Als dann erste Ergebnisse sichtbar wurden, hat auch das dazu beigetragen, dass die zu Anfang geäußerte Kritik verstummt ist. In der ganz breiten Masse sagen die Menschen: „Es ist toll, was da gemacht wurde.“

Welche Rolle haben die Baustellenkümmerer gespielt?

Lahmann: Es war gut, dass wir die beiden als Anlaufstation engagiert haben. Das hätte die Verwaltung so kaum leisten können. Sie haben viele Probleme aus dem Weg geräumt.

Viele Bürger wünschen sich noch immer mehr Grün am Thie. Gibt es neue Ideen für diesen zentralen Bereich?

Lahmann: Auch mir persönlich war der Thie immer ein bisschen zu kahl, aber das ist Geschmackssache. Wir haben inzwischen drei Pflanzkübel aufgestellt mit der Spende der Sparkasse. Die Bepflanzung ist noch austauschbar. Wir wollen nun auf die Reaktionen der Bevölkerung hören, wie das Ganze ankommt.

Fischer: Es sind schon mehrere Anregungen gekommen. Wir müssen nun erst mal die Endabrechnung abwarten und dann sehen, ob das Budget noch etwas übrig lässt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6sn8vpq0in6197p3odf0
Adventskonzerte erfreuen die Musikfreunde

Fotostrecke Barsinghausen: Adventskonzerte erfreuen die Musikfreunde

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de