Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Flüchtlinge: Stadt appelliert an Vermieter

Barsinghausen Flüchtlinge: Stadt appelliert an Vermieter

Die Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen spitzen sich nun auch in Barsinghausen zu. Anfang Oktober werden die letzten verfügbaren Plätze besetzt sein. Die Verwaltung richtet deshalb einen dringenden Appell an Immobilienbesitzer, der Stadt leeren Wohnraum zu vermieten.

Voriger Artikel
Eklat im Rat im Streit um Windenergieanlage
Nächster Artikel
Nachfrage nach Fahrrädern ist weiterhin groß

Das Asylbewerberheim am Ohweg in Großgoltern ist nahezu voll belegt. Die Barsinghäuser Stadtverwaltung setzt darauf, noch mehr private Wohnungen anmieten zu können.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Mittlerweile muss die Stadt Barsinghausen jeden Monat etwa 55 zusätzliche Asylbewerber unterbringen, die der Kommune zugewiesen werden. Die Verwaltung geht nun zwei Wege, um an dringend benötigten Wohnraum zu kommen: Der Rat hat am Donnerstagabend Bürgermeister Marc Lahmann ermächtigt, Kaufverträge für Immobilien bis zu einem Wert von 500.000 Euro eigenverantwortlich abzuschließen. "Wir müssen schnell reagieren können", sagte Lahmann. Es gehe um die Möglichkeit, sehr kurzfristig Ein- oder auch Mehrfamilienhäuser kaufen zu können. "Wir wollen gewappnet sein, um Flüchtlinge nicht in Zelten unterbringen zu müssen."

Der zweite Weg ist der erneute Appell an alle Vermieter in der Deisterstadt. Bereits seit 2013 mietet die Stadt privaten Wohnraum für Flüchtlinge an. Die Resonanz der Eigentümer auf frühere Aufrufe war bisher stets groß: Inzwischen stehen der Stadt rund 40 Wohnungen und Häuser zur Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung. Darin sind vor allem Familien und Wohngemeinschaften untergebracht. Einzelpersonen werden zunächst meist im Asylbewerberwohnheim am Ohweg in Großgoltern einquartiert.

Der ehemalige Ratsherr Henning Schrader unterstützt die Stadt als Ansprechpartner für Wohnungsvermieter. Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter Telefon (0 50 35) 18 73 47 an Schrader wenden. Per E-Mail ist der Ansprechpartner unter schrader.henning@web.de erreichbar.  

Darüber hinaus bittet der Fachdienst Soziales um weitere Sachspenden. "Für die Einrichtung von Wohnungen werden dringend Möbel gebraucht", teilt der Erste Stadtrat Georg Robra mit. Benötigt würden Küchen, Betten, Schränke, Tische und Stühle, aber auch Elektrogeräte. Als Kooperationspartner arbeitet die Verwaltung mit der Firma Brien zusammen. Spender werden gebeten, individuelle Abholtermine unter der Telefonnummer (0 51 05) 5 84 43 54 mit der Firma Brien zu vereinbaren

Von Andreas Kannegießer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6sl8pys09691ms0y0izp
Große Polizeikontrolle auf B 65 in Bantorf

Fotostrecke Barsinghausen: Große Polizeikontrolle auf B 65 in Bantorf

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de