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Stadtwerke wollen Postgebäude kaufen

Barsinghausen Stadtwerke wollen Postgebäude kaufen

Die Barsinghäuser Stadtwerke verhandeln über den Kauf des Postgebäudes an der Poststraße. Allerdings will das kommunale Unternehmen den Handel nur dann perfekt machen, wenn Postbank und Post das Erdgeschoss des Gebäudes mittelfristig weiterhin nutzen. Das Obergeschoss dagegen wird demnächst wohl frei: Die Deutsche Post plant den Bau eines neuen Verteilzentrums im Gewerbegebiet in Bantorf.

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Das Postgebäude an der Poststraße in Barsinghausen soll den Besitzer wechseln. Die Stadtwerke Barsinghausen sind am Kauf der Immobilie interessiert.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Das Postgebäude befindet sich schon seit vielen Jahren nicht mehr im Besitz der Deutschen Post. Eigentümerin ist eine Immobiliengesellschaft aus Luxemburg. Seit mehr als zwei Jahren bemühen sich die Eigentümer mittlerweile darum, die Immobilie zu Geld zu machen. Jetzt haben die Stadtwerke als direkte Nachbarn einen Plan entwickelt, wie sich der Immobilienerwerb für das Unternehmen rechnen könnte.

"Ja, wir wollen das Gebäude kaufen", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Möller. Ein Vertragsentwurf liege bereits seit längerer Zeit vor. Das Hindernis aus Sicht der Stadtwerke: Die Deutsche Post Immobilien GmbH hat laut Möller den Mietvertrag für das gesamte Gebäude zur Jahresmitte 2016 gekündigt. Das Nutzungskonzept der Stadtwerke sieht vor, das Obergeschoss des Postgebäudes teilweise für den Stadtentwässerungsbetrieb zu nutzen. Denkbar sei, weitere Flächen an die Stadtverwaltung zu vermieten, die viele neue Mitarbeiter im Bereich der Flüchtlingsbetreuung unterbringen müsse, sagt Möller. Für das Erdgeschoss wünschen sich die Stadtwerke allerdings, dass Postbank und Deutsche Post die angestammten Flächen weiterhin als Mieter nutzen. "Unsere Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Kauf beruht darauf", erläutert Möller. Die Stadtwerke würden demnach gern einen Mietvertrag für mindestens sieben bis zehn Jahre mit der für den Standort zuständigen Postbank abschließen. "Ich bin optimistisch, dass das gelingen könnte", sagt Möller. Sollte der Kauf zustande kommen, würde er nach den Worten des Stadtwerke-Chefs das Postgebäude einschließlich Grundstück, nicht aber das rückwärtig auf dem Hof gelegene Gebäude der Deutschen Telekom umfassen, die dort eine örtliche Vermittlungsstelle betreibt. "Die Telekom bleibt", betont Möller.

Barsinghausen ist für die Postbank nach Angaben ihres Sprechers Tim Rehkopf ein wichtiger Standort. "An unserer Präsenz vor Ort möchten wir daher festhalten", betont Rehkopf auf Anfrage. Die Postbank befinde sich derzeit im Gespräch über den Verbleib in der aktuellen Immobilie. "Wir sind zuversichtlich, unsere Dienstleistungen für die Barsinghäuser auch in Zukunft in der Poststraße anbieten zu können", sagt Rehkopf. Das 1982 gebaute Postgebäude hat auf zwei Etagen insgesamt etwa 1100 Quadratmeter Nutzfläche. Vor knapp zwei Jahren hatte ein Hamburger Makler das Gebäude für 870 000 Euro angeboten.

Bezüglich ihrer Planungen zum Bau eines neuen Verteilzentrums im Gewerbegebiet Bantorf hält sich die Post derzeit noch bedeckt. Die Barsinghäuser Stadtentwicklungsgesellschaft bestätigt Grundstücksverhandlungen. Ein Vertrag sei aber noch nicht unterzeichnet, sagt SGB-Geschäftsführer Peter Dörries.

Von Andreas Kannegießer

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