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Fenster von Kurt Sohns sind eine Kunst-Perle

Barsinghausen Fenster von Kurt Sohns sind eine Kunst-Perle

Acht Glasfenster in der Klosterkirche gehören zum künstlerischen Vermächtnis des aus Barsinghausen stammenden Kunstprofessors Kurt Sohns. Allerdings kennen nur wenige Barsinghäuser diese einzigartigen Fenster mit biblischen Motiven – darum bietet Gästeführerin Ellen Hölscher mehrere Führungen durch die Kirche an.

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Eine Hommage an die Bergbautradition Barsinghausens: Kurt Sohns gestaltete die Fenster der Taufkapelle mit einem Bergmann-Motiv (links) und mit einer Szene aus Daniel in der Löwengrube (rechts): Daniel war Schutzpatron der Bergleute.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. "Je nach Lichteinfall variieren die Fenster ihr faszinierendes Farbenspiel und damit auch ihre sehr beeindruckende Ausstrahlung. Hier hat Kurt Sohns mit seinen Kirchenfenstern richtige künstlerische Perlen für seine Heimatgemeinde geschaffen", erläutert Ellen Hölscher.

Während einer Kirchenrenovierung ab 1959 fertigte der Künstler und Kunstprofessor zunächst die drei Apsis-Fenster hinter dem Altar an. Damals beteiligten sich Konfirmanden an der Finanzierung der neuen Fenster, die Hauptsymbole des christlichen Glaubens zeigen.

Später kamen die Seitenfenster des Chores mit Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament hinzu. Den Abschluss bildeten 1968 die beiden Fenster der Taufkapelle.

Kurt Sohns fertigte diese Bleiglasfenster als Hommage an die Bergbaugeschichte Barsinghausens: Sie zeigen einen Bergmann bei der Arbeit im Stollen sowie Daniel in der Löwengrube. Daniel war der Schutzpatron der Bergleute.

Laut Ellen Hölscher lehnte sich Kurt Sohns stark an die gotischen Glasmaler mit den bevorzugten Farben Rot, Blau und Gold an. "Vor allem das Rot besticht beim Betrachten der Fenster", sagt die Gästeführerin, die ihre Führungen deshalb auch unter das Motto "Rot steht immer am Anfang..." stellt.

Für die Glasfenster von Kurt Sohns in der Klosterkirche wünscht sich Ellen Hölscher mehr Aufmerksamkeit. Darum will die Barsinghäuserin ihre Informationstouren innerhalb der Calenberger Landsommer-Reihe auch im Jahr 2017 fortsetzen.

Kurt Sohns wurde am 9. Januar 1907 in Barsinghausen geboren. Nach einer Ausbildung zum Bau- und Kunstschlosser an der Altenhofstraße studierte Sohns an der Kunstgewerbeschule Hannover sowie an der Kunstakademie Stuttgart.

Bereits 1932 erhielt der Barsinghäuser eine Dozentur für Farbenlehre an der Kunstgewerbeschule Hannover. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er 1948 einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Hannover an und lehrte bis 1972 als Professor.

In dieser Zeit widmete sich Kurt Sohns auch dem künstlerischen Schaffen – mit Öl- und Acrylbildern, Radierungen, Lithografien und mit Kirchenfenstern. Sohns gilt als einer der bedeutenden Künstler Niedersachsens.

Er starb 1990 in Hannover.

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Fotostrecke Barsinghausen: Fenster von Kurt Sohns sind eine Kunst-Perle

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Von Frank Hermann

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