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Die ersten Flüchtlinge ziehen ein

Barsinghausen Die ersten Flüchtlinge ziehen ein

Am Mittwoch ziehen die ersten Flüchtlinge in den B-Block des neuen Wohnheims an der Hannoverschen Straße ein. Die 48 Plätze dort werden nach und nach belegt. Der gleichgroße A-Block, auf den im Januar ein Brandanschlag verübt worden ist, soll in einem Monat fertig sein.

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Erster Stadtrat Georg Robra (von rechts), Randolf Brand, Gesche Reinstrom und Hermann Bracke von der Firma Fair Facility erläutern den Besuchern das Flüchtlingswohnheim an der Hannoverschen Straße.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Das teilte der Erste Stadtrat Georg Robra am Dienstagnachmittag den rund 60 Besuchern mit, den sich beim Tag der offenen Tür über das Wohnheim informierten. Die Geschäftsführer der Betreiberfirma Fair Facility aus Isernhagen, Randolf Brand und Hermann Bracke, sowie Gesche Reinstrom, Leiterin des Heims, führten die Besucher herum.

Jeweils zwei Bewohner teilen sich die zwölf Quadratmeter großen Zimmer. Zudem gibt es Gemeinschaftsräume, -duschen und -toiletten. Die künftigen Bewohner sind zumeist alleinstehende Männer und einige Ehepaare. Alleinstehen Frauen werden nicht dort untergebracht. Die Bewohner kommen aus der Unterkunft in Großgoltern am Ohweg, die zum Sommer aufgegeben wird, und aus Bantorf. „Das Wohnheim dort muss noch den Brandschutzauflagen angepasst werden“, erläuterte Robra. Auch einige von der Stadt angemietete Wohnungen werden wieder dem Markt zur Verfügung gestellt.

An der Hannoverschen Straße werden neben Reinstrom ständig ein Hausmeister vor Ort sein, zwei städtische Sozialarbeiterinnen sowie nachts und an Wochenenden Sicherheitspersonal. „Wir bieten den Menschen in Not Hilfe an. Sie erhalten nicht nur Unterkunft, sondern auch Hilfe, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen“, sagte Robra. Das könne aber nur dank der Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer gelingen.

Die ersten Bewohner waren am Dienstag ebenfalls da. Nart Osman (39) und seine Frau Satanay Bakir (30) stammen aus Syrien. Sie sind seit acht Monaten in Deutschland, seit drei Monaten in Bantorf. Beide sind nach der Flucht mit einem Schiff in die Türkei eingereist, dann ging es nach Griechenland. Von Athen nach Mazedonien sind sie zu Fuß gelaufen, weiter nach Deutschland zumeist per Anhalter. Er war Polizeibeamter, sie Journalistin. Dass sie kaum eine Chance haben, in ihren Berufen zu arbeiten, ist beiden klar. „Wir nehmen jede Arbeit an. Wir sind glücklich und dankbar, dass uns Deutschland aufgenommen hat, wir in Sicherheit sind“, sagte Osman. Seine Eltern leben in der Türkei, Bruder, Schwester und Nichte noch in Syrien. Zu ihnen hat er keinen Kontakt. Beide haben sich zu Deutschkursen angemeldet und hoffen, dass diese bald beginnen.

Von Jörg Rocktäschel

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