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Die finanzielle Lage trübt sich 2017 ein

Barsinghausen Die finanzielle Lage trübt sich 2017 ein

Die Stadt Barsinghausen will im nächsten Jahr wieder einen ausgeglichenen Haushalt erwirtschaften. Allerdings wird das immer schwieriger, wie Bürgermeister Marc Lahmann in der Ratssitzung am Donnerstagabend erläuterte: Die finanzielle Lage der Stadt trübe sich deutlich ein, sagte er.

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Die Stadt Barsinghausen kann im Jahr 2017 ihren Haushalt nur mit größeren Anstrengungen ausgleichen.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. In der Ratssitzung hat Lahmann den Etatentwurf der Verwaltung für 2017 präsentiert, der in den nächsten Wochen von den politischen Gremien beraten und dann am 8. Dezember beschlossen werden soll. Finanzielle Probleme bereitet der Stadt, dass der Anteil an der Einkommensteuer 2017 voraussichtlich geringer ausfallen wird als ursprünglich prognostiziert. Auch aus dem kommunalen Finanzausgleich wird die Stadt wohl deutlich geringere Zuweisungen erhalten als erwartet. Gleichzeitig steigt für die Stadt die an die Region Hannover zu entrichtende Umlage. Insgesamt summieren sich diese Posten zu einem Ausfall für die Stadtkasse in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Weitere Probleme sehen die Finanzexperten der Verwaltung für die Jahre 2018 bis 2020 auf die Stadt Barsinghausen zukommen. Lahmann appellierte deshalb an die Ratsfraktionen, „äußerste Haushaltsdisziplin zu halten“. Spielraum für Mehrausgaben sehe er nicht, sagte der Bürgermeister. „Ertragssteigerungen könnten nur durch Gebühren- beziehungsweise Steuererhöhungen erzielt werden.“ Positiv entwickelt hat sich zuletzt die Gewerbesteuereinnahme, die nach Verwaltungsschätzung im nächsten Jahr bei etwa 8,35 Millionen Euro liegen wird – das sind etwa 500 000 Euro mehr als in diesem Jahr. Bei den Investitionen will die Stadt auf ganz neue Projekte weitgehend verzichten und statt dessen die in den Vorjahren beschlossenen Vorhaben fortsetzen. Dennoch summieren sich die Investitionen im nächsten Jahr auf insgesamt rund 13,2 Millionen Euro. Große Posten sind die Neubauplanung für die Wilhelm-Stedler-Schule (eine Million Euro), die energetische Sanierung des Schulzentrums Am Spalterhals (eine Million), die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule (840 000 Euro) und die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze für Kinder (700 000 Euro). Einen Teil der Investitionen muss die Stadt über neue Schulden finanzieren. Nach Lahmanns Worten steigt der Schuldenstand um etwa 5,2 Millionen Euro. Allerdings sei das gerechtfertigt, betont der Bürgermeister, weil gleichzeitig zusätzliches Vermögen für die Stadt geschaffen werde.

Von Andreas Kannegießer

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