Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Psychische Belastung für Feuerwehrleute wächst

Barsinghausen Psychische Belastung für Feuerwehrleute wächst

Einsatzkräfte der Schwerpunktfeuerwehr Barsinghausen müssen bei ihren Rettungs- und Hilfeleistungen nicht nur immer mehr körperliche, sondern auch psychische Belastungen aushalten. Nach Angaben des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Philip Prinzler kommt der Einsatznachsorge eine wachsende Bedeutung zu.

Voriger Artikel
Diebe nehmen Mofa mit
Nächster Artikel
Mitarbeiter halten Ladendiebe fest

Holger Afemann (von links), Philip Prinzler und Dieter Engelke zeichnen Hans-Heinrich Kuntze für 50 Jahre und Günter Riechebächer für 60 Jahre in der Feuerwehr aus.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. "Selbst wenn es nur ein Hobby ist: Der freiwillige Feuerwehrdienst kann sehr tiefgreifend und belastend sein. Das Kommando ist sich dieser Situation bewusst und bietet immer wieder in Gesprächen ihre Unterstützung an", sagte Prinzler in der Jahresversammlung der Schwerpunktfeuerwehr am Sonnabend. Vor allem für jüngere Einsatzkräfte seien solche Hilfsangebote wichtig.

Zwar sei 2015 die Gesamtzahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr um 28 auf 144 gesunken – aber das Spektrum reiche von der Ölspur bis zum Großbrand und schweren Verkehrsunfällen mit Todesopfern.

Belastend seien häufig auch die Einsätze mit hilflosen Personen hinter verschlossenen Türen. "Da werden unsere Feuerwehrkameraden oft mit schweren menschlichen Schicksalen konfrontiert", erläuterte Stadtbrandmeister Dieter Engelke in der Versammlung.

Immerhin haben die Helfer der Schwerpunktfeuerwehr bei ihren Einsätzen im vergangenen Jahr insgesamt 15 Personen aus gefährlichen und zum Teil lebensbedrohlichen Lagen befreit. "Leider ist uns das bei acht Personen nicht gelungen. Hier kam jegliche Hilfe zu spät", bedauerte Philip Prinzler, der für das Jahr 2016 bereits von bislang 36 Einsätzen berichtete.

Um den enormen Anforderungen weiterhin gerecht werden zu können, setzt die Barsinghäuser Feuerwehr laut Ortsbrandmeister Holger Afemann auf ein hohes Ausbildungsniveau und auf eine entsprechende technische Ausstattung. Für 2016 kündigte Afemann an, zwei neue Einsatzfahrzeuge in den Fuhrpark aufnehmen zu können. "Der Einsatzleitwagen und der Gerätewagen-Logistik werden in den nächsten Wochen ausgeliefert", kündigte der Ortsbrandmeister an.

Günter Riechebächer gehört der Feuerwehr Barsinghausen seit 60 Jahren an und wurde auf der Jahresversammlung von Stadtbrandmeister Dieter Engelke sowie von Ortsbrandmeister Holger Afemann und dessen Stellvertreter Philip Prinzler ausgezeichnet.

Weitere Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften gingen an Erhard Wittig und Hans-Heinrich Kuntze (50 Jahre passiv), an Jochen Bothe, Holger Heine und Michael Wohlfahrt (40 Jahre aktiv), an Erhard Schröer und Hartmut Köllenberger (40 Jahre passiv), an Gerd Dreesmann, Rudolf Meyer, Wolfgang Blocksdorff, Gerhard Bölsing, Karsten Nolte, Karl-Heinz Tuchel und Winfried Noack (40 Jahre fördernd), an Frank Dummer (25 Jahre aktiv) sowie an Hermann Schaper, Axel Prinzler, Marc Sassmann, Peter Simon und Rondo Beckmann (25 Jahre fördernd).

Befördert wurden Thomas Wagenlader und Philipp Lattmann zu Hauptlöschmeistern, Maike Flentje und Stefan Sierth zu Oberlöschmeistern, Maik Wacker zum Löschmeister, Marcel Pfadler zum Hauptfeuerwehrmann, Laureen Schubert zur Feuerwehrfrau sowie Jannik Bauer, Ayke-Niels Bothe und Göran Putsch zu Feuerwehrmännern.

Die Versammlung wählte Eckhard Würsig zum neuen Schriftführer der Schwerpunktfeuerwehr und damit zum Nachfolger von Holger Heine, der nach dreijähriger Amtszeit auf eine Wiederwahl verzichtet hatte.

doc6oqef8b7p8j1gqyezf6n

Fotostrecke Barsinghausen: Psychische Belastung für Feuerwehrleute wächst

Zur Bildergalerie

Von Frank Hermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6sl8pys09691ms0y0izp
Große Polizeikontrolle auf B 65 in Bantorf

Fotostrecke Barsinghausen: Große Polizeikontrolle auf B 65 in Bantorf

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de