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Die soziale Not in Kovel wächst

Barsinghausen Die soziale Not in Kovel wächst

Ratsfrau Lilli Bischoff schlägt Alarm und ruft zur Hilfe für die Menschen in Barsinghausens ukrainischer Partnerstadt Kovel auf. Dort leiden immer mehr Einwohner unter den Folgen des kriegerischen Konfliktes im Osten des Landes sowie unter der dramatischen Wirtschaftskrise.

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Jurij Mershwinski (von links), Svetlana Onischuk und Valentina Falovskaja aus Kovel zeigen das ukrainische Freundschaftsbrot.

Quelle: Frank Hermann (Archiv)

Barsinghausen. Als Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe Ukraine organisiert Lilli Bischoff bereits seit mehr als 20 Jahren regelmäßig Ferienaufenthalte für Koveler Kinder in Barsinghausen. Außerdem hält die Ratspolitikerin engen Kontakt zur rund 1100 Kilometer entfernten Partnerstadt im Westen der Ukraine. „Kampfhandlungen gibt es in Kovel zum Glück nicht. Aber die Männer müssen zur Armee und werden in das Krisengebiet geschickt. Viele junge Familienväter sind getötet worden oder kehren verletzt an Leib und Seele zurück“, berichtet Lilli Bischoff von ihren Eindrücken, die sie vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Kovel sammelte.

Außerdem verschärfen hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Ernten und immense Preissteigerungen die soziale Not in der 80 000-Einwohner-Stadt. Grundnahrungsmittel, Strom, Heizung und andere Dinge des täglichen Lebens seien für viele Einwohner in Kovel kaum noch bezahlbar. Korruption sei nahezu überall an der Tagesordnung.

„Wer kein Geld hat, der fällt hinten herunter. Das gilt vor allem auch für die medizinische Versorgung. Hier in Barsinghausen kann sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen, unter welchen Bedingungen unsere Städtepartner in Kovel leben“, betonte die Ratspolitikerin.

Bereits Ende September/Anfang Oktober will Bischoff erneut nach Kovel fahren und möglichst viele Hilfsmittel für bedürftige Menschen mitnehmen. Benötigt werden unter anderem Rollatoren und Gehhilfen für verletzte und alte Menschen sowie Hygieneartikel, Seife, Bettbezüge, Handtücher und Ähnliches.

Zudem plant der Kinderhilfe-Verein, im Sommer 2016 eine größere Gruppe mit Waisen und Halbwaisen an den Deister einzuladen. Dazu seien zusätzliche Gastfamilien nötig.

Lilli Bischoff gibt Auskünfte zur Kovel-Hilfsaktion unter Telefon (0 50 35) 336, (01 62) 8 22 16 54 sowie nach einer E-Mail an lillibi schoff@t-online.de.

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