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Nach Brandanschlag: Schüler halten Mahnwache

Aktion von drei Schulen Nach Brandanschlag: Schüler halten Mahnwache

Mit einer Mahnwache neben der im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße haben Abordnungen der drei weiterführenden Schulen aus Barsinghausen am Mittwochmorgen ihre Empörung über den Brandanschlag auf das Gebäude ausgedrückt.

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Ein Zeichen gegen Gewalt: Schüler und Lehrer der drei weiterführenden Schulen aus Barsinghausen halten neben der im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft eine Mahnwache ab.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. "Toleranz", "Jetzt erst recht" und "Refugees welcome" stand auf den Plakaten, die Schüler und Lehrer des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG), der Goetheschule (KGS) und der Lisa-Tetzner-Oberschule in die Höhe reckten. Die Initiative zu der Mahnwache war von KGS-Schulleiter René Ehrhardt ausgegangen. "Wir haben sofort zugestimmt", sagten die beiden Schulleiterinnen Silvia Bethe (HAG) und Waltraut Korbjun (Lisa-Tetzner-Schule).

An der Mahnwache nahmen vom HAG die Schülervertreter aus den Jahrgängen sechs bis zwölf, von der Goetheschule Vertreter der Arbeitsgemeinschaft "Schule mit Courage" und von der Lisa-Tetzner-Schule Schülersprecherinnen aus dem zehnten Jahrgang teil.

Die Mahnwache sei ein deutliches Zeichen der Schulen als Reaktion auf den Brandanschlag, sagte Ehrhardt. "Wir hoffen, dass das in der Gesellschaft widergespiegelt wird."

Die Schüler sind immer noch entsetzt über den Brandanschlag in der Nacht zu Sonnabend. "Wir finden es echt krass, was da passiert ist", sagte die 15-jährige Patricia, Schülervertreterin der Lisa-Tetzner-Schule. "Wir können nicht verstehen, wie Menschen so etwas tun können", ergänzte ihre Jahrgangskollegin Anna (16). Und Laura (15) ist wütend darüber, dass die Brandstifter "etwas kaputt machen, was für andere, hilflose Menschen alles bedeutet".

Das Hannah-Arendt-Gymnasium hatte bereits am Tag des Anschlags auf seiner Homepage eine Stellungnahme zu der Tat veröffentlicht. "Die Schulgemeinschaft des HAG verabscheut den Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft und wird sich nun erst recht dafür einsetzen, Barsinghausen für alle Menschen, die hier sind und hierher kommen, als lebenswerten Ort zu erhalten und zu gestalten", heißt es darin. Die Stellungnahme werde nach und nach durch Übersetzungen in immer mehr Sprachen ergänzt, erläuterte Silvia Bethe.

Von Andreas Kannegießer

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