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Droht neue südliche Variante der ICE-Trasse?

Groß Munzel Droht neue südliche Variante der ICE-Trasse?

Die Bürgerinitiative für den ländlichen Raum Munzel (BIM) will die weiterhin offene Frage der Trassenführung beim Ausbau der ICE-Ost-West-Strecke stärker ins Bewusstsein der Bürger rücken.

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Die Munzeler Bürgerinitiative hat mit Expertenhilfe alle denkbaren Varianten für den Neubau der ICE-Trasse skizziert. Demnach ist eventuell sogar die Feldmark südlich von Landringhausen nicht sicher vor dem Projekt.

Quelle: Grafik: HAZ

Groß Munzel. Die Initiative hat in einem neuen Faltblatt dargestellt, welche Möglichkeiten der Trassenführung es aus ihrer Sicht gibt, sollte die Entscheidung tatsächlich zugunsten einer Neubaustrecke durch das Calenberger Land fallen. Die BI-Mitglieder halten es durchaus für denkbar, dass am Ende nicht nur die bislang stets diskutierte Neubauvariante zwischen Holtensen und Groß Munzel von der Bahn favorisiert werden könnte. Andere Varianten könnten zwischen Landringhausen und Groß Munzel verlaufen oder sogar südlich um Landringhausen herumgeführt werden. „Wir haben alle theoretisch und technisch denkbaren Trassenvarianten skizziert“, sagt BIM-Vorsitzender Gerald Schroth. „Das soll zeigen, dass es unseren ganzen Raum betreffen kann.“

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 gehört der Ausbau der Ost-West-Bahnstrecke zu den besonders aufwendigen Großprojekten, für die der Bund und die Bahn einen Milliardenbetrag einplanen. Umstritten ist bisher noch, ob die vorhandene, durch das Seelzer und Wunstorfer Stadtgebiet verlaufende alte ICE-Trasse erweitert werden könnte oder ob in jedem Fall Teile der Strecke ganz neu trassiert werden müssen. Die Planer wollen mit einer teilweise neuen Streckenführung zwischen Seelze und Minden die Fahrzeit der Züge auf dieser Strecke um wenige Minuten verkürzen.

Die Munzeler Bürgerinitiative will den sogenannten trassenfernen Ausbau in jedem Fall verhindern. Das neue Info-Faltblatt ist nach Schroths Worten bisher in Groß Munzel und mehreren Ortsteilen rundum verteilt worden. „Wir wollen Schritt für Schritt die Öffentlichkeit suchen, um gewappnet zu sein“, betont Schroth.

Parallel dazu hat sich die BIM mit vier anderen Bürgerinitiativen aus Seelze, Bad Nenndorf, Dedensen und dem Raum Bückeburg/Minden zur IG Cosinus zusammengeschlossen, „um mit mehr Menschen mehr zu bewegen“, wie es die BIM formuliert hat. Die nächste öffentliche Veranstaltung der Munzeler Initiative ist ihre Jahresversammlung am Donnerstag, 30. März, ab 19 Uhr in der Gaststätte Landhof Hülsemann in Groß Munzel. Dabei wird Ulrich Niestrath von der BI Seelze einen Gastvortrag zum Thema „ICE-Trasse durch Nordcalenberg – Was passiert mit uns?“ halten.

Von Andreas Kannegießer

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