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Eichenpfähle schützen Gewässerrandstreifen

Barsinghausen Eichenpfähle schützen Gewässerrandstreifen

Der Gewässerunterhaltungsverband 53 West- und Südaue hat im Stadtgebiet neben den Bächen Eichenpfähle gesetzt. Diese sollen verhindern, dass die Randstreifen beackert werden. Die Barsinghäuser Grünen loben diesen Schritt.

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Der Gewässerunterhaltungsverband 53 „West- und Südaue“ setzt Eichenpfähle neben den Bächen, damit die Randstreifen nicht beackert werden.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Ortsverbandssprecher Helmut Freitag spricht von einem entschlossenen Vorgehen zum Schutz der Gewässerrandstreifen. Diese bildeten einen wichtigen Schutz vor dem Eintragen von Schadstoffen in die Gewässer und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität.

„Die Gewässerrandstreifen erhöhen die Artenvielfalt, verschönern das Landschaftsbild und sind ein wichtiges Element der Biotopvernetzung“, betont er. Es wäre ein Gewinn für die Umwelt, wenn die zahlreichen städtischen Gewässerrandstreifen kostenlos an den Unterhaltungsverband 53 verpachtet werden, damit dieser die Pflege und den Schutz dieser Bereiche übernehmen könnte, ergänzt der Sprecher.

Mal eben ein Stück Land beackern, dass nicht das eigene ist, und schon fehlt ein wenig am Gewässerrandstreifen. Das war jahrelang landesweit so, und früher sogar erwünscht, da die Randstreifen dann nicht teuer gepflegt werden mussten. Die Barsinghäuser Landwirte hingegen halten die Grundstücksgrenzen recht genau ein. Das bestätigt ihnen Helmut Freitag, Ortsverbandssprecher der Barsinghäuser Grünen, der das Kartenmaterial studiert hat.

„Wir begrüßen, dass viele Landwirte durch Anlage von Blühstreifen und Einhaltung der Abstände zu Randstreifen und Gewässern helfen, dem rapiden Artenschwund entgegenzuwirken“, betont er. Dennoch gebe es Beispiele für Abweichungen, wie Luftbilder zeigten. Die Grünen setzen darauf, dass die Landwirte sich untereinander auf die Einhaltung von Flurgrenzen aufmerksam machen und auch die Hinweise von Naturschützern ernst nehmen, zumal zum Beispiel auch die Jäger unter den Landwirten großes Interesse am Erhalt der Randstreifen haben.

Landvolk-Bezirksverbandsvorsitzender Arnd von Hugo aus Groß Munzel bestätigt diese Einschätzung. Auch er plädiert dafür: „Sprecht mit den Leuten“. Grenzen einzuhalten, sei in der Praxis allerdings nicht immer ganz einfach, da deren Verlauf oft nicht klar sei, manchmal auch Grenzsteine fehlen. „Ich kann nicht für alle sprechen. Auf meinen Flächen gibt es Überschneidungen, aber zu beiden Seiten: zu meinen Lasten und auch zu meinem Nutzen“, sagt von Hugo. Auch bei ihm seien vom Gewässerunterhaltungsverband 53 „West- und Südaue“ Eichenpfähle zur Orientierung gesetzt worden, „obwohl die Flächen dort in Ordnung sind“.

Zur Ermittlung der Grenzen zu den städtischen Flächen, die laut Vorschlag der Grünen an den Unterhaltungsverband kostenlos verpachtet werden sollten, ist nach Einschätzung von Freitag ein niedriger fünfstelligen Betrag notwendig. Doch ob überhaupt alle Flächen übertragen werden sollten, ist noch nicht geklärt.

„Wir sind mit dem Unterhaltungsverband dran am Thema“, sagt Michael Huschenhöfer, zuständiger Fachdienstleiter bei der Stadt Barsinghausen. Es reiche allerdings nicht aus, lediglich zu gucken, wo die Stadt an den Gewässern Grundstücke besitzt. Der Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes 53, Frank Faber, müsse auch klären, wo es sich lohnt, Gewässer weiter zu entwickeln und ob der Platz ausreicht, diese aufzuwerten. Eine generelle Übernahme der Randstreifen wäre für den Verband mit hohen Pflegekosten verbunden.

Von Jörg Rocktäschel

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