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Unbekannte brechen erneut in Kindergarten ein

Kirchdorf Unbekannte brechen erneut in Kindergarten ein

Unbekannte Täter sind schon wieder in die Räume des Kirchdorfer Astrid-Lindgren-Kindergartens eingedrungen. In der Nacht zu Donnerstag kamen die Einbrecher diesmal durch ein eingeschlagenes Oberlicht im Flur der Einrichtung. Die Polizei rät der Stadt, auch in Kindergärten eine Alarmanlage einzubauen.

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Die Einbrecher sind offenbar erneut über die Feuertreppe auf das Dach des Kirchdorfer Kindergartens gestiegen und sind dann durch ein eingeschlagenes Oberlicht in dessen Räume hinuntergeturnt.

Quelle: Archiv

Kirchdorf. Innerhalb von gut zwei Monaten war es bereits der dritte Einbruch in den Astrid-Lindgren-Kindergarten. Mitarbeiter der Einrichtung entdeckten die Tat am Donnerstagmorgen – und mussten wenig später bei der Kinderbetreuung improvisieren, während Polizeibeamte des Zentralen Kriminaldienstes aus Hannover die Spuren sicherten.

Die Bilanz des Einbruchs fällt genauso aus wie bei den vorherigen Taten: Es gibt so gut wie keine Beute, statt dessen ist der Schaden am Gebäude erheblich. Die Stadtverwaltung beziffert diesen auf rund 2000 Euro. Mitarbeiterinnen der Einrichtung wollten sich gestern nicht äußern. Die Serie schlägt aber offenbar auf die allgemeine Stimmung und sorgt für Verunsicherung: Die Einbrüche seien "eine Katastrophe", sagt ein Vater. Die Polizei geht davon aus, dass es stets dieselbe Tätergruppe ist, die in den vergangenen Monaten fast ein Dutzend Mal in den Kirchdorfer Kindergarten, die benachbarte Grundschule, aber auch in weitere Kindergärten und Schulen im Stadtgebiet eingestiegen ist.

Eckhard Brosowski vom Kriminal- und Ermittlungsdienst im Barsinghäuser Kommissariat vermutet „Jugendliche oder junge Erwachsene“ als Täter. Die Spurenlage nach den Einbrüchen sei meist sehr dünn, berichtet der Hauptkommissar. "Die Täter kennen offenbar die Gegebenheiten und machen sich zunutze, dass es keine direkten Nachbarn gibt." Als Motiv vermutet Brosowski "so etwas wie Abenteuerlust".

Die Polizei rät der Stadt Barsinghausen, auch für Kindergärten Alarmanlagen anzuschaffen. Mit moderner Technik sei es kein Problem, diese direkt mit dem Kommissariat zu verbinden, sagt Hauptkommissar Eckhard Brosowski. "Das schreckt ab." Zudem böten Alarmanlagen die Chance, "Täter einmal auf frischer Tat zu ertappen". Die Stadt setzt eine Alarmanlage bereits in der benachbarten Astrid-Lindgren-Grundschule ein. Im Kindergarten werde "die Außenhülle gesichert", teilt die Stadtverwaltung mit. Im Inneren sollen die Türen unverschlossen bleiben, damit bei Aufbrüchen "keine unnötigen Kosten entstehen".

Von Andreas Kannegießer

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