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Eine rasante Fahrt in die Tiefe

Barsinghausen Eine rasante Fahrt in die Tiefe

Erneut nach 2012 hat die Siedlergemeinschaft Barsinghausen eine Zweitagesfahrt organisiert. Diesmal ging es nach Thüringen.

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Die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Barsinghausen haben sich diesmal zwei Tage lang in Thüringen umgeschaut.

Barsinghausen. Ziel war das Erlebnisbergwerk Merkers. Erste Station war Eschwege. Hier wartete ein reichhaltiges Spätfrühstück im „Café Mozart“ auf die Reisegruppe.-Anschließend ging es weiter zum Bergwerk.

Bereits 500 bis 100 v. Chr. nutzten die Kelten die Solequellen von Salzungen. 77 n. Chr. wurden die Salzsiedeanlagen in Salzungen in einer Schenkungsurkunde Karls des Großen erwähnt. 1945 geriet das Bergwerk Merkers in die Schlagzeilen, als amerikanische Truppen dort den Goldschatz der Reichsbank und eingelagerte Kunstwerke sicherstellten. Die Kristallgrotte wurde 1980 entdeckt, die Eröffnung des Erlebnisbergwerks war 1991.

Nach einer kurzen Einweisung ging es für die Siedler in Fahrstühlen in 90 Sekunden rasant bis auf 500 Meter Tiefe. Während einer 21 Kilometer langen Rundfahrt auf Mannschaftswagen erfuhren sie Einzelheiten über den Kalisalzabbau. Im ehemaligen Großbunker mit einer Ausdehnung von 250 Meter Länge, 22 Meter Breite und bis zu 17 Meter Höhe konnten bis zu 50 000 Tonnen Rohsalz zwischengelagert werden. Heute befindet sich hier der größte untertägige Schaufelradbagger der Welt. Außerdem wird der Großbunker wegen seiner besonderen Akustik und seiner kathedralartigen Dimensionen für Konzerte jeglicher Art genutzt.

Unter den grünen Hügeln der Rhön haben die Kräfte der Natur in Jahrmillionen eine faszinierende Kristallgrotte geschaffen. Salzkristalle von einzigartiger Größe konnten in 807 Metern Tiefe bestaunt werden. Nach etwa drei Stunden ging es für die Gruppe wieder ans Tageslicht, nicht ohne gemeinsam das Steigerlied gesungen zu haben.

Tief beeindruckt von den Erlebnissen unter Tage ging es weiter in die Residenzstadt Gotha. Die Siedler bezogen ihr Quartier im „Hotel am Schlosspark“. Eine kleine Gruppe machte sich auf, um die Stadt am Abend zu erkunden, andere verlebten die späten Stunden gemütlich im Hotel.

Der zweite Tag begann mit einem üppigen Frühstücksbüfett, anschließend ging es auf Stadterkundung. Während einige durch den Schlosspark spazierten, besichtigten kleine Gruppen den Marktplatz mit seiner Wasserkunst am oberen Hauptmarkt, andere wiederum sahen sich Schloss Friedenstein und den Orangeriegarten an.

Am späten Vormittag hieß es Abschied nehmen von Gotha, die Reise ging weiter in Richtung Hainich. Doch zuvor erwartete die Siedler ein leckeres Mittagessen in „Schill’s Schenke“ in Weberstedt.

Gut gestärkt wurde das letzte Ziel angesteuert, das Unesco-Weltnatur­erbe Nationalpark Hainich. Hier wachsen die wertvollsten artenreichen Buchenwälder der Mittelgebirge auf Kalksandstein. Die Besucher können auf zwei großen Schleifen durch die Baumkronen, auf Plattformen und an Schautafeln manches Neue und Überraschende aus der Tier- und Pflanzenwelt erfahren. Ein herrlicher Panoramablick bietet sich den Reisenden vom 44 Meter hohen Baumturm.

Damit auf der Heimfahrt keine Langeweile aufkommen konnte, hatte der Vorsitzende ein Quiz ausgearbeitet. Hier war besonderer Ehrgeiz angesagt, denn es galt, einen von vielen gespendeten Sachpreisen zu gewinnen.

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