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Chronik zeigt 200-jährige Apotheken-Historie

Barsinghausen Chronik zeigt 200-jährige Apotheken-Historie

Barsinghausens zweitältester noch existierender Betrieb, die im Frühjahr 1817 gegründete Glückauf-Apotheke, feiert in dieser Woche das 200-jährige Bestehen. Apotheker Volkmar Kniggendorf hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, eine umfangreiche Chronik über die Firmen- und Familiengeschichte zu erstellen.

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Apotheker Volkmar Kniggendorf hat in aufwendiger Arbeit die Chronik über 200 Jahre Glückauf-Apotheke erstellt.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. In monatelanger Arbeit hat Kniggendorf, der von 1967 bis 2015 die Apotheke als Inhaber führte, das Material für die historische Dokumentation zusammengetragen. Als Grundlage diente eine frühere Chronik von 1992 zum 175-jährigen Bestehen des Unternehmens.

"Dieses Werk habe ich gründlich überarbeitet und erweitert. Außerdem schließt sich jetzt ein zusätzlicher Abschnitt mit den Biografien der Apotheker von 1817 bis heute an", erläutert Volkmar Kniggendorf, der Anfang 2015 den Familienbetrieb an seine Tochter Katarina übergab.

Erste historische Materialsammlungen stammen aus den 1950-er Jahren. "Damals hat mein Vater Heinrich die Geschichte unserer Apotheke erforscht und viele alte Akten im Staatsarchiv Hannover gefunden. Denn früher waren die Apotheken einer staatlichen Aufsicht unterstellt", berichtet Volkmar Kniggendorf.

Das älteste Dokument stamme aus dem Jahr 1805 und gebe Einblicke in die ersten (und gescheiterten) Bemühungen, eine Apotheke in Barsinghausen zu gründen. Zehn Jahre später gab es einen zweiten Anlauf, der nach langen Überlegungen und mithilfe der Fürsprache örtlicher Honoratioren wie Gutsbesitzer, Pastoren und Landvoigt schließlich die Zustimmung zur Gründung einer Apotheke erhielt.

„Vor 200 Jahren gab es etwa 600 Einwohner und zwei Ärzte in Barsinghausen. Ihre Medikamente mussten die Menschen aus Rodenberg, Nenndorf oder Hannover holen“, erklärt Volkmar Kniggendorf.

Das änderte sich, nachdem Ernst Mavors aus Münder die erste Barsinghäuser Apotheke im Altenhof gegründet hatte. Erst 1822 zog der Betrieb an seinen jetzigen Standort am Thie.

Bei seinen historischen Forschungen zur Erweiterung der Chronik sichtete Kniggendorf etliche Unterlagen im Kataster- und im Grundbuchamt, außerdem kooperierte er eng mit dem Verein für Orts- und Familienkunde in Barsinghausen. Viel Zeit und Arbeit habe er insbesondere dafür investiert, alte Dokumente nicht nur zu sichten, sondern auch zu entziffern und in eine lesbare Form zu bringen.

"Bei mir im Arbeitszimmer haben sich die Akten getürmt. Diese Forscherarbeit kann richtig zu einer Obsession werden, denn es kommen immer neue Erkenntnisse hinzu", sagt der Apotheker im Ruhestand. Herausgekommen sei ein umfangreiches zeitgeschichtliches Dokument für Barsinghausen – mit Text- und Fotomaterial aus unterschiedlichen Epochen.

Das erste Exemplar seiner rund 300 Seiten starken Chronik überreichte Volkmar Kniggendorf an seine Tochter Katarina – als Geschenk zum 200-jährigen Apotheken-Jubiläum. Für interessierte Kunden liegt eine Ausgabe zur Ansicht in der Glückauf-Apotheke aus. Außerdem ist ein Band für das Stadtarchiv vorgesehen.

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Fotostrecke Barsinghausen: Chronik zeigt 200-jährige Apotheken-Historie

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Von Frank Hermann

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