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Elternrat: Oberschule muss erhalten bleiben

Barsinghausen Elternrat: Oberschule muss erhalten bleiben

Für den Erhalt einer reichhaltigen Schullandschaft in Barsinghausen spricht sich der Vorsitzende des Schulelternrats der Wilhelm-Busch-Grundschule, Roman Schwikowski, aus. Er appelliert an Politiker und Eltern, sich dafür starkzumachen.

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Der Fachausschuss hat am Dienstag, 10. November, ab 18 Uhr in der Aula der Goetheschule (KGS) das Thema Fusion von Schulen auf der Tagesordnung.

Quelle: Jörg Rocktäschel

Barsinghausen. Anlass für seinen Appell ist der Vorschlag des Ersten Stadtrats Georg Robra, die Lise-Tetzner-Schule (LTS) als Oberschule am Standort im Schulzentrum Am Spalterhals aufzugeben und die LTS mit der Goetheschule (KGS) zu fusionieren. Schwikowski bezweifelt zwar nicht Robras Feststellung, dass die Stadt Barsinghausen Geld einsparen müsse. Doch sei es richtig, dies bei der Bildung oder deren Einrichtungen zu tun?, fragt er. Die Wahlfreiheit unter verschiedenen Schulformen sei ein hohes Gut, das sich nicht mit nackten Zahlen berechnen lasse.

Sollte die Oberschule geschlossen werden, gäbe es nur noch das Gymnasium und die KGS. „Beides sind zweifellos gute Schulen. Doch auch die noch neue Oberschule ist gut“, betont Schwikowski. Die Ankündigung einer möglichen Fusion verunsichere die Eltern, deren Kinder jetzt die Grundschulen besuchen, fürchtet er: „Vielleicht werden sie aus Vorsicht ihre Kinder lieber gleich an der KGS anmelden.“ Das werde die Schülerzahlen an der Oberschule nicht erhöhen.

An der LTS, so hatte Robra argumentiert, gingen die Anmeldezahlen ohnehin zurück. An der KGS hingegen sei ein Anstieg zu verzeichnen, der die erwarteten Zahlen übersteige. Das will Schwikowski nicht gelten lassen. Bereits kurz nach dem Beginn des zweiten Oberschuljahrgangs davon zu sprechen, dass die Erwartungen nicht erfüllt würden und deshalb eine Fusion mit der KGS als besseren Weg zu betrachten, sei nicht verständlich.

Die Diskussion um die Zukunft der Lise-Tetzner-Schule birgt nach Ansicht des Ersten Stadtrats auch eine Chance. Sie könne zu einer „jetzt erst recht Stimmung“ führen. Die Eltern, deren Kinder zurzeit die Grundschulen der Stadt besuchen, könnten bewusst Stellung für das System Oberschule beziehen und ihre Kinder dort anmelden. „Klar ist, wer angemeldet ist, hat auch die Chance, dort seinen Abschluss zu machen“, betont Robra.

Er ist allerdings skeptisch, ob eine Abstimmung mit den Füßen tatsächlich zum Erfolg führen wird. Die Oberschule habe ihre anerkannten Stärken bei den Lernangeboten durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit herausgestellt und dennoch niedrigere Anmeldezahlen erhalten. Die öffentliche Diskussion, so seine Ansicht, wäre unbeschwerter, wenn sie gelassener geführt werde.

Das Thema Zukunft der Schullandschaft in Barsinghausen steht auf der Tagesordnung des nächsten Schulausschusses. Dazu seien selbstverständlich auch alle Schulleiter eingeladen. Robra rechnet mit einem intensiven Austausch der Argumente. Die Sitzung beginnt am Dienstag, 10. November, um 18 Uhr in der Aula der Goetheschule (KGS). Das Gremium tagt dort gemeinsam mit dem Ausschuss für Wirtschaft, Energie und städtische Gebäude.

Denn neben der Standortwahl geht es auch ums Geld. Im Schulzentrum am Spalterhals, das sich das Hannah-Arendt-Gymnasium und LTS teilen, und an der Goetheschule (KGS) stehen Sanierungen in Millionenhöhe an. Eine Frage, die dann sicher noch nicht beantwortet werden kann, lautet, was wird teuerer: Eine notwendige Sanierung einiger Trakte am Schulzentrum oder ein Anbau an die KGS.

Von Jörg Rocktäschel

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