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Endlich Regen für die Felder

Holtensen Endlich Regen für die Felder

Landwirt Dietrich Jaeschke und sein Sohn Alexander haben sich über den Regen am Montag gefreut. 120 Hektar Ackerfläche bewirtet Jaeschke rund um Holtensen. Zuckerrüben, Weizen und Gerste konnten das Wasser von oben gut gebrauchen.

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Dietrich Jaeschke und sein Sohn Alexander begutachten das Weizenfeld. Seit Freitag sind etwa acht Millimeter Regen pro Quadratmeter gefallen. Doch das Wasser sickerte nur ein paar Zentimeter ein (kleines Bild). Christian (2)

Quelle: Isabel Christian

Barsinghausen. „Aber die Pflanzen bräuchten eigentlich noch viel mehr Wasser“, sagt Jaeschke. Der Regen sei seit dem Wochenende nur ein paar Zentimeter tief in den Erdboden gesickert. Im Weizenfeld ist sogar der Großteil der Tropfen zwischen Halmen und Blättern hängen geblieben. Der Landwirt streicht durch das Getreide und zeigt, dass die unteren Blätter durch die Trockenheit braun geworden sind: „Kein Regen mehr und die Halme sterben ab.“

Wie geologische Karten zeigen, hat Landwirt Dietrich Jaeschke Glück mit der Lage seiner Felder. Denn durch den hohen Lehmanteil im Boden wird viel Feuchtigkeit gespeichert, der Ernteausfall ist noch relativ gering. Auf anderen Feldern in der Umgebung sieht es dagegen schlimmer aus. Braune Stellen im Getreide zeigen, dass der Besitzer schon mit Trockenschäden rechnen muss.

„Das bedeutet, dass Teile des Getreides verdorrt sind. Der Ertrag wird also geringer sein, als sich der Landwirt zuvor ausgerechnet hat“, sagt Jaeschke. „Den Regen können wir also prinzipiell gut gebrauchen, aber ob er noch rechtzeitig gekommen ist, werden wir an der Ernte sehen.“

Eine lange Trockenzeit hat noch weitere Folgen, die ein paar Regentage nicht so schnell aufhalten können. Mit einem Messer schneidet Jaeschke eine seiner Zuckerrüben auf: „Noch entwickeln sie sich ganz gut, doch sie brauchen bald viel Wasser“, sagt er. Denn im Juli und August, wenn die Rübe ihre Hauptwachstumszeit hat, setzt sie die Nährstoffe in Zucker um. Regnet es allerdings in dieser Zeit nur wenig, so gehen die Nährstoffe zuerst ins Blattgrün, anstatt die Rübe selbst wachsen zu lassen. „Ich bin auf den Regen angewiesen, denn ich habe keine Bewässerungsanlagen“, sagt Jaeschke. Doch die Rüben könnten noch eine Weile durchhalten: „Ihre Wurzeln können mehr als einen Meter in die Tiefe wachsen und Grundwasser ziehen.“

Von Isabel Christian

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