Barsinghausen/Kirchdorf. Die Stadtverwaltung will den einseitig bebauten Buchenweg in diesem Jahr vollständig sanieren. Gelegenheit dazu bietet der Neubau des auf der anderen Straßenseite gelegenen Kirchdorfer S-Bahn-Haltepunktes und die Schaffung einer Park-and-ride-Anlage. Einer ersten Einschätzung der Verwaltung zufolge handelt es sich beim Buchenweg um eine Anliegerstraße, sodass die Anwohner die Kosten für den Straßenbau zu drei Vierteln übernehmen müssten.
„Das ist ein Witz. Wir werden uns wehren“, sagte Wilfried Höwelmeyer stellvertretend für die 13 Anlieger der Straße, die fast geschlossen an der Sitzung teilnahmen. Angesichts des Verkehrs zum Haltepunkt bestreiten die Anwohner vehement den Charakter als Anliegerstraße. Die Anlieger wollen auch wissen, ob die Bahn ebenfalls als Straßenanlieger zu werten sei und an den Ausbaukosten beteiligt werden könnte.
Die Ausschussmitglieder schlugen sich in der Diskussion teilweise auf die Seite der Anlieger. Der Status der Straße als Anliegerstraße sei nicht plausibel, betonten Dirk Härdrich (SPD) und Helmut Freitag (Grüne). 300 000 Euro Kosten könnten nicht auf 13 Anlieger verteilt werden, meinte Max Matthiesen (CDU). Auch die Verwaltung will nun den Status der Straße nochmals prüfen. Sobald die genaue Planung vorliege, werde es eine Anliegerversammlung geben, sagte Baudirektorin Kirsten de Veer zu. Erst dann will der Ausschuss entscheiden.
Andreas Kannegießer
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