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Erfreuliche Erträge bei Zuckerrüben

Barsinghausen Erfreuliche Erträge bei Zuckerrüben

Die Zuckerrübenkampagne 2016 läuft, und im Calenberger Land sieht es nach überdurchschnittlichen Erträgen aus. Rund 72 Tonnen Rüben pro Hektar werden in dieser Region zur Zeit geerntet.

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Die Zuckerrübenkampagne ist in vollem Gang. Alles, was jetzt geerntet wird, geht sofort zur Verarbeitung in die Zuckerfabriken.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Der Durchschnitt in Norddeutschland liegt laut Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes mit 69 Tonnen je Hektar noch unter den Erträgen des Vorjahres.
„Wichtig ist jedoch der Zuckergehalt der Rüben. Der liegt hier bei 17,5 Prozent. Das heißt pro Hektar werden 12,5 Tonnen Zucker gewonnen“, sagt Arnd von Hugo aus Groß Munzel, Vorstandsmitglied des Landvolk-Kreisverbands. Für den frühen Erntetermin sei das ein erfreulicher Wert. Der Zuckergehalt werde bei gutem Wetter noch ansteigen, ergänzt er.
Heinrich-Hubertus Helmke vom Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) spricht vom sogenannten Rosinen-Effekt: „Durch die flächendeckende Trockenheit nimmt der Wasseranteil im Rübenkörper ab, im Gegenzug steigt der Zuckergehalt anteilig an.“
Alles was jetzt geerntet wird, geht sofort zu den Zuckerfabriken. „Ende Oktober werden die Rübenmieten zur späteren Verarbeitung abgedeckt, zum Schutz vor Frost“, erläutert von Hugo. Unter den zurzeit zu sehenden Planen, die abgedeckten Rübenmieten sehr ähnlich sind, liegen meist Heuballen. Die Rübenkampagne wird noch bis in den Januar 2017 hinein andauern.
Zuckerrüben sind für die Calenberger Landwirte eine der wichtigsten Früchte. „Sie gleichen die in diesem Jahr eher enttäuschenden Preise für Raps und Getreide aus“, sagt von Hugo.
Gerodet wird in Norddeutschland zu Kampagnenbeginn zunächst auf den schwächeren Standorte, auf denen die Rüben von Krankheiten oder Trockenheit bedroht sind. Im Calenberger Land mit seinen sehr guten Böden haben die Landwirte in den Liefergemeinschaften die Ernte abgesprochen, damit ihnen keine Nachteile entstehen. Schließlich könne der Zuckergehalt m it dem weiteren Ernteverlauf noch steigen, und davon sollen möglichst alle profitieren und nicht einige wenige, erläutert von Hugo.
Für die Nordzucker AG ist es erfreulich, dass die Rüben durch die Trockenheit sehr sauber in die Werke kommen. Die Erntemaschinen hingegen gerieten auf ausgetrockneten, harten Böden an ihre Belastungsgrenzen, schließlich sollen die Rübenkörper ohne Beschädigung aus der Erde geholt werden. Regen würde die Erntearbeiten erleichtern, jedoch auch für höhere Erdanteile an den Rüben sorgen. Nach der langen Trockenperiode reagiere die Rübe bei Regen leicht mit erneutem Blattaustrieb. In diesem Stadium, kurz vor der Ernte, steigere mehr Rübenblatt nicht den Ertrag, sondern gehe zu Lasten des Zuckergehalts.

Von Jörg Rocktäschel

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